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Unkrautbekämpfung

Maisflächen auf die Aussaat vorbereiten

Mit Glyphosat behandelte Zwischenfrucht
© landpixel
von am
11.04.2018

Wenn das Altunkraut unter der Zwischenfrucht durchkommt, ist mit Mechanik nicht mehr viel zu machen. Wie Sie den Herbizideinsatz jetzt planen.

Nachdem die Zwischenfrüchte abgefroren sind und die Vegetation in Gang kommt, ist auf vielen Flächen die Altverunkrautung sichtbar. Ausfallraps und die meisten anderen Unkrautpflanzen lassen sich für die anstehende Maisaussaat nur noch schwer mechanisch zu bekämpfen.

Die mit Zwischenfrüchten bestellten Flächen trocknen langsamer ab als eine Pflugfurche. Hier muss länger gewartet werden, bevor eine Bodenbearbeitung ohne Schaden möglich ist.

Glyphosat auf die Unkräuter abstimmen

Auf vielen Flächen bietet sich daher der Einsatz eines nicht selektiven Herbizids an, schreibt das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Eifel. Die Aufwandmenge sollten Sie auf die zu bekämpfenden Unkrautarten abstimmen.

Leichter zu bekämpfen sind unter anderem Vogelmiere, Ehrenpreis, Ausfallgetreide (800 bis 1.000 g/ha Glyphosat). Gegen Ausfallraps, Quecke oder Ampfer sind Aufwandmengen von mindestens 1.300 g/ha Glyphosat notwendig. Die Wasseraufwendmenge sollte 200 l/ha nicht überschreiten.

Mit Einarbeitung nicht zu lange warten

Warten Sie mit der Bodenbearbeitung nach dem Einsatz des nicht selektiven Herbizids nicht, bis die absterbenden Pflanzen gelb werden. Das verringert die Akzeptanz dieses Herbizids in der öffentlichen Wahrnehmung noch weiter.

Lediglich beim Bekämpfen von Wurzelunkräutern sind nach der Behandlung 7 bis 10 Tage mit einer Bodenbearbeitung zu warten.

Glyphosat unbedingt sachgemäß anwenden

Achten Sie bei der Anwendung darauf, dass Feldränder, Graswege und andere Flächen, die nicht zu Ihrem Schlag gehören, nicht von der Anwendung betroffen werden!

Die Berater vom DLR sagen dazu: „Das ist eine unsachgemäße Anwendung von Pflanzenschutzmitteln einiger weniger, die ein schlechtes Bild auf die gesamte Landwirtschaft wirft. Sie trifft vor allem die Masse der Landwirte, die sich an den ordnungsgemäßen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln halten.“

Mit Material von DLR Eifel

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