Login

Maisherbizide: Wachsschicht abwarten und Auflagen einhalten

Unkrautbekämpfung im Mais
Thumbnail
Klaus Strotmann, agrarheute
am
16.05.2018

Anhaltende Niederschläge im Süden und Regen jetzt auch im Norden: Nach der andauernden Trockenheit laufen Unkräuter und Ungräser umso schneller auf. Worauf jetzt zu achten ist, sobald die Flächen befahrbar sind.

Um Behandlungsschäden zu verhindern, sollten Sie zum einen abwarten, bis der Mais wieder eine schützende Wachsschicht ausgebildet hat, rät Pflanzenschutzexperte Friedrich Merz vom Regierungspräsidium Stuttgart.

Andererseits ist eine Unkrautbekämpfung bei Temperaturen über 25 °C und starker Sonneneinstrahlung zu vermeiden.

Die beste Herbizidwirkung wird erzielt, wenn sich die Unkräuter im Keim- bis 2-Blatt-Stadium befinden. Richten Sie im Nachauflauf die Wahl des Mittels in jedem Fall auf das auftretende Unkraut- und Ungrasspektrum aus.

Wo Terbuthylazin verboten ist

Die Beratung weist darauf hin, dass terbuthylazinhaltige Pflanzenschutzmittel in allen Wasserschutzgebieten (Normal- bzw. ogL-, Problem- und Sanierungsgebieten) der Schutzzonen I bis III in Baden-Württemberg verboten sind.

Das gilt für folgende Einzelpräparate: Artett, Aspect, Bromoterb, Calaris, Gardo Gold, Lido SC, Spectrum Gold, Successor T, Zeagran ulimate

Sowie für diese Kombinationspackungen: Elumis Extra-Pack, Elumis Gold Pack, Laudis Aspect Pack, MaisTer power Aspect Pack, Principal S Pack, Spectrum Gold Duo-Pack, Spectrum Gold Triple-Pack, Successor TOP 2,0, Zintan Gold Pack und Zintan Platin Plus Pack.

Auch außerhalb von Wasserschutzgebieten werden terbuthylazinhaltige Mittel zum Schutz des Grundwassers auf Standorten mit karstigem und klüftigem Untergrund nicht empfohlen.

Was Sie bei Nicosulfuron beachten müssen

Beim Einsatz von Nicosulfuron-haltigen Mitteln (wie Arigo, Elumis, Kelvin Ultra, Motivell Forte, Nicogan und Samson 4 SC) gelten folgende Auflagen zum Schutz des Grundwassers:

  • Die maximale Aufwandmenge von 45 g/ha Nicosulfuron auf derselben Fläche darf – auch in Kombination mit anderen diesen Wirkstoff enthaltenden Pflanzenschutzmitteln – nicht überschritten werden (NG326, NG326-1).
  • Beim Nachbau von Mais ist zu beachten: Wenn bereits im Vorjahr ein Mittel mit dem Wirkstoff Nicosulfuron eingesetzt wurde, darf dieselbe Fläche nicht nochmals mit diesem Wirkstoff behandelt werden (NG237).

Mit Peak darf innerhalb eines Dreijahreszeitraums auf derselben Fläche nur eine Behandlung mit maximal 20 g/ha Prosulfuron durchgeführt werden (NG355).

Sulfonylharnstoffe: Auflagen einhalten!

Beachten Sie nach der Anwendung von Sulfonylharnstoff-Herbiziden die Hinweise in der Gebrauchsanleitung zum Einsatz von Reinigungsmitteln.

Zum Schutz der Oberflächengewässer muss bei Bromoxynil- und Sulfonylharnstoff-haltigen Mitteln (ausgenommen Task) zwischen behandelten Flächen mit einer Hangneigung und Oberflächengewässern ein mit einer geschlossenen Pflanzendecke bewachsener Randstreifen vorhanden sein.

Mit Material von RP Stuttgart

Mehr Themen im agrarheute Magazin

Aktuelles Heft Oktober 2018

Auch interessant