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Silomaisernte

Maissilage: Silagequalität und eigene Sicherheit im Blick

DMK/Hermann Krauß/agrarheute
am
02.09.2016

In der Silomaisernte stehen die Landwirte unter Druck. Die Zeit drängt, doch trotzdem müssen nicht nur die Qualität des Silagegutes, sondern auch Sicherheitsaspekte höchste Priorität genießen.

2 Traktoren fahren am Silo
Die Silomaisernte steht in den nächsten Wochen an. © agrarfoto

Wie das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK) schreibt, muss bei der Silomaisernte neben der Qualität des Siliergutes auch die eigene Sicherheit im Fokus stehen. Das gilt es laut DMK für die Siloqualität zu beachten:

  • Hohe Bergeleistungen erfordern optimale Verteil- und Verdichtungsarbeiten im Silo.
  • Große Mengen an Siliergut müssen gleichmäßig in dünnen Schichten verteilt und verdichtet werden. Als Basis für eine gute Verdichtung gilt eine Schichtdicke von maximal 30 cm.
  • Die Verdichtung erfolgt mit Schleppern oder Spezialfahrzeugen wie Allrad-LKWs oder Pistenraupen. Der Reifendruck sollte bei 2 bis 3,5 bar liegen, die Walzgeschwindigkeit ist mit 4 bis 6 km/h sehr gering, um möglichst lange Druck auf das Häckselgut ausüben zu können.
  • Die Fläche muss mindestens dreimal überfahren werden.

Der Verdichtungsaufwand soll bei zwei bis drei Minuten je Tonne Erntegut liegen, wie Dr. Johannes Thaysen von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein in einer Veröffentlichung des DMK empfiehlt. Je Walzfahrzeug sollte die Bergeleistung nicht mehr als 20 bis 25 t TM je Stunde betragen.

Siliererfolg durch Controlling überprüfen

Der Siliererfolg lässt sich mit dem Silo-Controlling überprüfen. Dabei wird mithilfe eines Spezialbohrers ein Bohrkern aus der Silage entnommen.

Anhand des Raumgewichtes und des Trockenmassegehaltes kann dann die Verdichtung in kg TM/m³ berechnet werden. In Abhängigkeit von der Siloart wird diese Messung an verschiedenen Stellen im Silo vorgenommen, im optimalen Fall sind die Unterschiede zwischen Kern- und Randbereich vergleichsweise gering.

Silomaisernte: Sicherheit geht vor

Zur Silomaisernte sollten die Landwirte aber nicht nur die Silagequalität, sondern auch ihre eigene Sicherheit im Blick haben, denn die Kombination aus Zeitdruck, dem Einsatz der Technik und Störungen im Ernteablauf birgt ein hohes Unfallrisiko. Deshalb ist es auch für erfahrene Landwirte empfehlenswert, sich zunächst mit den Maschinen vertraut zu machen und sie auf Funktionalität und Sicherheit wie zum Beispiel Aufstiege, Messerschutz und die gute Sichtbarkeit der Erntefahrzeuge im Dunkeln zu überprüfen.

Bei Wartungsarbeiten sollte in jeden Fall der Motor abgestellt und der Stillstand aller Aggregate abgewartet werden, denn die Häckseltrommel und etwa der Beschleuniger laufen nach. Darüber hinaus gilt es auch, das Umfeld, wie z.B. über die Felder verlaufende Hochspannungsleitungen, und die Nachbarn zu beachten, um Konfrontationen im Vorfeld zu vermeiden.

Landwirte können die Ernte auf Schildern am Feldrand, über Handydienste oder die lokale Presse ankündigen. Positive Reaktionen erhalten auch Landwirte, die Spaziergängern anbieten, die Blumen am Feldrand kostenlos zu pflücken. Darüber hinaus sollte es für die Landwirte selbstverständlich sein, die Straßen von Verschmutzungen durch die Erntefahrzeuge umgehend zu säubern.

LU Mücke: Vorbereitung für den Mais und ein Hoch auf den Azubi

Das ist das Team um Timo Mücke: "Wir haben 1998 in Sachsen als Nebengewerbe mit einem Mitarbeiter angefangen. Mittlerweile sind wir im Hauptgewerbe, haben eine weitere Niederlassung und ein starkes Team. Vor allem auf die Ausbildung legen wir großen Wert, damit wir immer qualifiziertes Personal für unsere modernen, computergesteuerten Maschinen haben."Mehr Informationen zum LU Timo Mücke finden Sie auf deren Webseite und Facebook-Seite. © LU Mücke
Für alle Dienstleistungen, die das LU Mücke anbietet, kommen zwar hauptsächlich Fendt-Schlepper, aber auch mal andere Fabrikate zum Einsatz. "Unsere Steckenpferde sind Grünland und Mais. Wir bieten alles an von Aussaat, Pflege, Düngung bis Silage. Neben den Agrardienstleistungen bieten wir auch Transport an und handeln mit Heu und Stroh," so Timo Mücke. © LU Mücke
Unter der Traktor-Flotte des LU Mücke ist auch eine Black Beauty zu finden: Der Fendt 724 ist einer der Allrounder im Team. © LU Mücke
Am Feldrand wartet der Radlader 434S Agri von JCB, der im Akkord die Miststreuer-Gespanne belädt. © LU Mücke
Die Mitarbeiter von Timo Mücke bringen vor allem Stallmist und festen Gärsubstrat aus, aber auch Kalk und Hühnerkot. Mit dem Bergmann-Streuer geht das alles auch teilflächenspezifisch. Und auch schlagkräftig: Der Tridem-Streuer gehört zu den größten im Bergmann-Programm und hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 34 t. © LU Mücke
In den letzten Juliwochen wurde Grünfutter und GPS gehäckselt, abtransportiert und siliert. Die Ernte ist noch immer in vollem Gange. Und auf den freigewordenen Flächen folgt die Düngung. © LU Mücke
Neben dem Raps wird auch Getreide gedroschen. Dabei macht das Lohnunternehmen Mücke für einen Großbetrieb mit 1.200 ha Getreide die komplette Erntelogistik. © LU Mücke
Timo Mückes Lkws sind während der Ernte auch mit dem Transport von Getreide und Raps beschäftigt. © LU Mücke
In der Werkstatt läuft momentan die Saisonvorbereitung der Maisgebisse ab. Dabei werden verschlissene Teile getauscht undalle Öle gewechselt. © LU Mücke
"Wir bringen mit unseren Lkws die Gülle an den Feldrand und der NSR übernimmt die Ausbringung und Einarbeitung der Gülle", schreibt Timo Mücke. © LU Mücke
Besonders ausgelastet sind die Mitarbeiter des LU Mücke momentan auch mit der Gülleausbringung. Dabei unterstützt sie ein Nachbarunternehmen, der Nährstoff-Service-Reppen (NSR), mit seinem Holmer. © LU Mücke
Im Juli liefen beim Lohnunternehmen Mücke in Raitzen, zwischen Dresden und Leipzig, alle Maschinen auf Hochtouren: Auf dem einen Schlag wird noch Mist gestreut, auf der anderen schon eingearbeitet. © LU Mücke
„Wir haben als eines der ersten Lohnunternehmen in den neuen Bundesländern als Pilotbetrieb gestartet. Unser erster Lehrling musste damals nach Nienburg in Niedersachsen in die Schule, da es in den neuen Bundesländer noch keinen Schulstandort gab. Seither haben wir ständig Lehrlinge zur Fachkraft Agrarservice ausgebildet. Einige unserer Auszubildenden haben für Ihre gute Leistung schon Auszeichnungen erhalten und haben schon mehrmals beim Bundeswettkampf der jeweils besten Auszubildenden der Bundesländer teilgenommen“, berichtet Timo Mücke stolz. © LU Mücke
Seit 2010 sind ist das LU Mücke als Anerkannter Fachbetrieb Lohnunternehmen ausgezeichnet und seit 2005 bildet Mücke zur Fachkraft Agrarservice aus. Ein Highlight der Woche: „Unser Auszubildener Johannes Kalthoff hat erfolgreich seine Prüfungen zur Fachkraft Agrarservice abgelegt“, schreibt Timo Mücke. © LU Mücke
Währenddessen ist in der Werkstatt schon der zweite Häcksler für den Einsatz im Mais umgebaut worden. Die anderen zwei Häcksler bleiben noch auf Gras. Nächste Woche steht der dritte Schnitt an: 600 ha Ackerfutter, Luzerne, Kleegras und Wiesen. © LU Mücke
Auch im August ist das Lohnunternehmen Mücke in Ratzen immer noch damit beschäftigt, Gülle auszubringen, Kalk und Stallmist zu streuen. © LU Mücke
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