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Entdeckung

Maissorte aus den Bergen Mexikos nutzt Luftstickstoff

Maisluftwurzeln
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Anne Ehnts, agrarheute
am
18.09.2018

Bisher glaubte man, dass nur Leguminosen dazu in der Lage seien, Stickstoff aus der Atmosphäre durch ihre Verbindung mit Bakterien zu binden. Ein Forscherteam hat nun entdeckt, dass eine indigene Sorte von mexikanischem Mais dies ebenfalls kann.

Lässt sich dieses Merkmal in konventionelle Maissorten einzüchten, könnte dies den Bedarf an zusätzlichem Dünger reduzieren und die Erträge in Regionen mit schlechtem Boden oder in Entwicklungsländern mit schlechtem Zugang zu Düngemitteln erhöhen, so die Mutmaßung von Alan Bennett, Professor für Pflanzenwissenschaften an der University of California, Davis. Er ist Teil des Forscherteams, zu dem außerdem Vertreter der Universität von Wisconsin-Madison und des Lebensmittelherstellers Mars Incorporated gehören.

"Diese Entdeckung ist ein bedeutender Durchbruch für mehr Nachhaltigkeit beim Anbau von Mais, einer der wichtigsten Nutzpflanzen der Welt", bewertet Howard-Yana Shapiro, Chief Agricultural Officer bei Mars Incorporated, die Forschungsergebnisse.

Die Entdeckung aus Mexiko

Mais ist eine Wildpflanze, die vor etwa 10.000 Jahren in Mexiko domestiziert wurde. Eine Anzahl dieser domestizierten Sorten entwickelte sich in abgelegenen Dörfern in der Sierra Mixe Region in der Nähe von Oaxaca. Forscher suchten jahrelang nach diesen einheimischen Sorten, den so genannten Landrassen. Sie vermuteten, dass der Mais mit stickstoffbindenden Bakterien in Verbindung gebracht werden könnte und deshalb selbst auf dortigen stickstoffarmen Böden gut gedeiht.

So fixiert der Mais den Luftstickstoff

Der tropische Mais, der in der Sierra Mixe Region entdeckt wurde, sieht nach Angaben des Forscherteams nicht wie konventioneller Mais aus. Er wachse dort höher und bis zu drei Mal langsamer als konventioneller Mais.

Die Studie ergab, dass der Sierra-Mixe-Mais 28 bis 82 Prozent seines Stickstoffs aus der Atmosphäre gewinnt.

Um dies zu tun, bildet der Mais eine Reihe von Luftwurzeln aus. Im Gegensatz zu herkömmlichem Mais, der in der Nähe seiner Basis eine oder zwei Gruppen von Luftwurzeln hat, entwickelt der stickstofffixierende Mais acht bis zehn dicke Luftwurzeln, die niemals den Boden berühren.

Zu bestimmten Zeiten des Jahres sondern diese Wurzeln eine gelartige Substanz beziehungsweise Schleim ab. Dieser stellt die sauerstoffarme und zuckerreiche Umgebung bereit, die benötigt wird, um Bakterien anzulocken, die Stickstoff aus der Luft in eine Form umwandeln können, die der Mais verwenden kann.

Mit Material von UC Davis

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Maisstoppelzerkleinerung
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