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Maisschädlinge

Maiswurzelbohrer: Dreimal so viele wie 2017

Maiswurzelbohrer
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
13.09.2018

Um den Maiswurzelbohrer ist es ruhig geworden. Das heißt aber nicht, dass das Problem gelöst ist, das zeigen die Zahlen. Wirklich wirksam ist nur eine Methode.

Seit 2007 tritt der Maiswurzelbohrer in Deutschland auf, vor allem am Oberrhein, aber auch entlang der Donau und punktuell in weiteren Befallsregionen.

In weiten Teilen der EU hat sich der Maisschädling etabliert. Das ursprüngliche Ziel, seine weitere Ausbreitung einzudämmen oder ihn gar in Europa zu verdrängen, ist nicht mehr erreichbar. Seit 2014 ist er nicht mehr als Quarantäneschädling eingestuft; ihn per Gesetz auszurotten wurde also aufgegeben.

Strikte Fruchtfolgeauflagen mit reduziertem Maisanteil zeigten bei punktuellen Funden, etwa am Bodensee, in Nordrhein-Westfalen oder Sachsen aber deutliche Erfolge.

Dreimal so viele Fänge wie im Vorjahr

In der stark befallenen Rheinebene und in Bayern steigen die Funde in den Fallen dennoch weiterhin massiv: In Bayern waren die Fangzahlen 2017 doppelt so hoch wie im Vorjahr, in Baden-Württemberg sogar mehr als dreimal so hoch.

In diesem Jahr wurden im Regierungsbezirk Freiburg bis Mitte August mehr als 100.000 Käfer gefangen (2017: 65.000). Im benachbarten Elsass haben sich die Fänge im Vergleich zum Vorjahr noch einmal verdreifacht.

Aus Rheinland-Pfalz berichtet das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Neustadt von überschaubaren 48 gefangenen Käfern in 21 von 50 Standorten von Ludwigshafen im Norden bis Hagenbach im Süden.

Wirksamstes Mittel: Fruchtfolge konsequent einhalten

Die Behörden in Baden-Württemberg schreiben die empfohlene Fruchtfolge mit Mais nur zwei Jahre in Folge auf derselben Fläche wieder verbindlich vor. Auch die Berater vom DLR in Rheinland-Pfalz empfehlen, in drei Jahren maximal zweimal Mais anzubauen: „Wir können das Ausmaß der Weiterverbreitung nur eindämmen, indem konsequent die Fruchtfolge eingehalten wird.“

Ergebnisse aus Praxisversuchen zeigen die Wirksamkeit eines weiteren Fruchtfolgeabstands. Fruchtwechsel dämmt wirtschaftliche Schäden sogar in den Befallszonen deutlich ein. Bei über 100 gefundenen Käfern pro Falle empfehlen die Berater sogar nur noch alle sechs Jahre Mais anzubauen.

Mit Material von DLR Neustadt, JKI

Diese Maschinen bekämpfen den Maiszünsler

Maisstoppelzerkleinerung
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