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Mais

Der Maiswurzelbohrer fliegt wieder

© LWK Nordrhein-Westfalen
von , am
01.08.2013

Dieses Jahr wurden die ersten Exemplare des Westlichen Maiswurzelbohrers in Baden-Württemberg gefangen.

Seit den neunziger Jahren breitet sich der Maiswurzelbohrer in Europa aus: zunächst in Osteuropa, seit 1998 auch in Westeuropa. © Mühlhausen/landpixel
Bisher sind 35 Käfer aus den Kreisen Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald, der Stadt Freiburg und dem Ortenaukreis gemeldet worden.
 
Seit 2007, als der Quarantäneschädling erstmals in Deutschland erkannt wurde, dokumentiert das Deutsche Maiskomitee (DMK) die entsprechenden Fundorte. Auf seiner Internetseite listet das DMK www.maiskomitee.de  die aktuellen Fundorte und die Anzahl der gefundenen Käfer auf. Laut Liste vom 31. Juli wurde der Käfer des Maiswurzelbohrers bislang nur in einem Bundesland gefunden, nämlich in Baden-Württemberg. Aus den anderen fünf dort aufgelisteten Ländern Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern und Rheinland-Pfalz wurden bisher keine Käfer gemeldet. Die Liste soll in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden.

Käferflugzeit: Von Juli bis Oktober

Der Lebenszyklus des Maiswurzelbohrers. © S. Wagner, Dr. M. Zellner/LfL Bayern
Auf natürliche Weise verbreiten sich die Käfer fliegend. Die Flugzeit reicht von Juli bis Oktober. Während eines Einzelfluges können die Maisschädlinge bis zu 25 Kilometer zurücklegen. Experten rechnen damit, dass stark befallenen Areale jedes Jahr um 40 bis 80 Kilometer erweitert werden. Da der Käfer und seine Larven immense wirtschaftliche Schäden hervorrufen, gelten strenge Auflagen in den befallenen Gebieten.
 
Befallene Maispflanzen lassen sich leicht aus der Erde ziehen, da das Wurzelsystem nicht mehr intakt ist. Ein Röhrensystem im Wurzelwerk ist typisches Symptom des Befalls. Auch der Gänsehals (goose-necking) gilt als Hinweis.
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