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Mais

Maiswurzelbohrer: Lage seit 2011 entspannt

© landpixel
von , am
07.08.2012

2007 wurde der Westliche Maiswurzelbohrer erstmals in Deutschland entdeckt, 2011 tauchte der Schädling häufig auf. Offenbar waren die Eingrenzungsmaßnahmen erfolgreich, die Situation ist deutlich entspannter.

Der Maiswurzelbohrer frisst an Blättern, Narbenfäden und milchreifen Körnern, Flugzeit ist von Juli bis Oktober. © landpixel
Der Westliche Maiswurzelbohrer tritt in diesem Jahr weit weniger auf als in 2011. In Baden-Württemberg wurden bis Ende Juli lediglich 470 Käferfunde im Ortenaukreis sowie in den Landkreisen Emmendingen, Lörrach, Breisgau-Hochschwarzwald und Rastatt registriert. 2011 waren es im gleichen Zeitraum bereits 1.660 Funde.
 
Aus Bayern wurden nach einem Bericht des Deutschen Maiskomitees (DMK) bisher zwei Funde aus dem Landkreis Erding und aus der Stadt Regensburg gemeldet.

Gegenmaßnahmen greifen

Die aktuellen Fundorte des Maiswurzelbohrers. © DMK/Google Maps
Vor allem die niedrigen Fangzahlen aus Baden-Württemberg sind wohl ein Indiz für die positive Wirkung der Eingrenzungsmaßnahmen, meint das DMK. Aus Hessen und Rheinland-Pfalz wurden in diesem Jahr bisher keine Funde des Westlichen Maiswurzelbohrers gemeldet, nachdem der Käfer dort im letzten Jahr erstmalig registriert wurde.
Schadbild und Bekämpfung
 
Junge Larven fressen an Fein- und Hauptwurzeln, die in Folge dessen absterben. Befallene Pflanzen lassen sich leicht aus der Erde ziehen. Ältere Larven fressen im Wurzelherz und weiter in die Pflanze hinein. Geschlüpfte Käfer fressen an Blättern, Narbenfäden und milchreifen Körnern. Von Juli bis Oktober fliegen die Käfer, die Verpuppung findet im Boden statt.
 
Bekämpfung:
  • Monokultur vermeiden (Entzug der Nahrungsgrundlage entziehen)
  • Keine Verschleppung von Larven und Puppen mit Maschinen
  • Sorten mit kräftigen, regenerationsfreudigen Wurzeln wählen

Fundorte im Internet abrufbar

Seit 2007, als der Quarantäneschädling erstmals in Deutschland erkannt wurde, dokumentiert das Deutsche Maiskomitee die Fundorte und stellt die Daten zum Download zur Verfügung.
 
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