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Mais

Maiswurzelbohrer rückt erstmals in Ostsachsen ein

von , am
21.09.2015

Im September wurde ein Käfer des Westlichen Maiswurzelbohrers im ostsächsischen Kreis Bautzen in einem Maisbestand gefangen. Auf dem Monitoringstandort stand keine Selbstfolge mit Mais.

Seit den neunziger Jahren breitet sich der Maiswurzelbohrer in Europa aus: zunächst in Osteuropa, seit 1998 auch in Westeuropa. © Mühlhausen/landpixel
Im Gebiet der ostdeutschen Bundesländer wurde der Maiswurzelbohrer erstmals 2012 in Sachsen nachgewiesen, wie das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) mitteilt. Bundesweit überwacht der deutsche Pflanzenschutzdienst das Auftreten des Westlichen Maiswurzelbohrers seit Jahren durch ein entsprechendes Netz aus Pheromonfallen-Standorten. Nach Aufhebung des Quarantänestatus im Jahr 2014 wurde die Schaderregerüberwachung weiter fortgesetzt, um die weitere Ausbreitung zu beobachten.
 
Die gewonnenen Daten dienen der frühzeitigen Warnung der Landwirte betroffener Regionen. In Sachsen erfolgte in diesem Jahr die Überwachung des Auftretens des Schädlings an insgesamt 18 Standorten. Bislang wurde der Schädling nach Ende des Quarantänestatus 2014 lediglich am genannten Standort im Kreis Bautzen festgestellt.

Wirksamste Gegenmaßnahme: Fruchtfolge lockern

Der Pflanzenschutzdienst wird die möglichen Maßnahmen in der betroffenen Region abstimmen. Die Einhaltung der Fruchtfolge gilt als effektivste Maßnahme zur Bekämpfung des Käfers. Frisch geschlüpfte Larven sterben ab, wenn sie nicht in unmittelbarer Nähe um die Eiablagestelle auf Mais treffen. Wird auf eine Maismonokultur verzichtet, könne die Diabrotica-Population auf der befallenen Fläche und somit eine natürliche Ausbreitung deutlich reduziert werden, so die LfULG Sachsen.
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