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Mais

Maiswurzelbohrer: Mit Sexuallockstoffen gegen die Fressmaschine

von , am
13.07.2015

Maisbauern fürchten ihn: den Maiswurzelbohrer. Um dem gefährlichen Doppelschädling Herr zu werden, setzen die österreichischen Bauern dieses Jahr auf Sexuallockstoffe.

Maiswurzeln und die Larve eines Westlichen Maiwurzelbohrers. Junge Larven fressen an Fein- und Hauptwurzeln. © Mühlhausen/landpixel
Im Vorjahr hat der Maiswurzelbohrer große Schäden an Maisbeständen insbesondere in Österreich angerichtet. Aber auch süddeutschen Schläge waren betroffen. Mit dem milden Winter 2014/15 kamen die Wurzelbohrerlarven gut durch die kalte Jahreszeit. Um das Ausmaß der Schäden durch den Maiswurzelbohrer zu reduzieren, fahren die österreichischen Bauern dieses Jahr eine Dreifach-Strategie. Dazu gehört unter anderem das Ausbringen von Sexuallockstoffen, berichtet die Landwirtschaftskammer Steiermark.
 
Die Pheromon-Duftstoffe verwirren die Schädlingsmännchen, die folglich die Weibchen nicht finden und somit nicht befruchten können.

Pflanzenschutz-Strategie gegen Maiswurzelbohrer

Die Praxis zeigt, dass trotz ausgeweiteter Fruchtfolge die Käferpopulation nur verhalten zurückgeht. Die Fruchtfolge als alleinige Bekämpfungsmöglichkeit reicht nicht aus“, erklärt die Vizepräsidentin der Kammer. Ein Zusammenspiel von drei Maßnahmen soll die Population reduzieren. Die Pflanzenschutz-Strategie gegen den Zünsler beinhaltet
  • eine deutlich ausgeweitete Fruchtfolge
  • das Einbringen von Fadenwürmern oder eines Granulates bei der Aussaat
  • den Einsatz von Sexuallockstoffen

Doppelschädling lässt Mais kippen

Beim Maiswurzelbohrer handelt es sich um einen Doppelschädling: Die Diabrotica-Larven fressen die Maiswurzeln, sodass die Maispflanzen kippen. Und die geschlüpften Käfer fressen die Narbenfäden des Kolbens, sodass eine Befruchtung verhindert und die Maiskörner nicht gedeihen können.
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