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Mais

Maiswurzelbohrer: Weniger Exemplare entdeckt

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von , am
09.09.2013

Bonn - Bis zum 27. August sind im Hauptverbreitungsgebiet des Westlichen Maiswurzelbohrers 1.350 Exemplare gefunden worden. Damit ist der Schädling weniger häufig aufgetreten als im Vorjahr.

Der Maiswurzelbohrer frisst an Blättern, Narbenfäden und milchreifen Körnern, Flugzeit ist von Juli bis Oktober. © landpixel
Der Westliche Maiswurzelbohrer ist im bisherigen Jahresverlauf in Deutschland weniger häufig aufgetreten als 2012.
 
Nach Angaben des Deutschen Maiskomitees (DMK) wurden im Hauptverbreitungsgebiet Baden-Württemberg im Zuständigkeitsbereich der Regierungspräsidien Freiburg und Karlsruhe bis zum Stichtag 27. August insgesamt 1.350 der gefährlichen Schädlinge gefangen; das Niveau zum selben Zeitpunkt des Vorjahres wurde damit spürbar unterschritten.

Das DMK führt den Rückgang auf die positiven Wirkungen der durchgeführten Bekämpfungsmaßnahmen zurück, die zunächst zu einer Stagnation der Population geführt hätten und nun dafür sorgten, dass die Käferfunde am Jahresende voraussichtlich deutlich unter dem Vorjahresniveau lägen.

Bayern: Ein Zehntel weniger Funde als 2012

Auch in Bayern sei die Situation besser als 2012, berichtete das DMK. Im Freistaat lag die Zahl der bisher entdeckten Käfer mit 13 Tieren lediglich bei einem Zehntel des Vorjahreswertes. Allerdings waren in Bayern mit Funden in acht Landkreisen und Städten erneut mehr Regionen betroffen.

Rheinland-Pfalz: Käfer in der Vorderpfalz neu eingeschleppt

In Rheinland-Pfalzsei der Käfer an zwei Stellen im Kreis Germersheim entdeckt worden. Im Gegensatz zu den Fundstellen der vergangenen Jahre sei hier aber möglicherweise von einer etablierten Population auszugehen, da die betroffenen Gemeinden unmittelbar an das baden-württembergische und französische Befallsgebiet angrenzen würden, erläuterte das DMK.
Bei zwei weiteren Käferfunden in der Vorderpfalz geht das Mainzer Landwirtschaftsministerium allerdings davon aus, dass es sich um eine Neueinschleppung handelt. Verantwortlich könne der Fernverkehr sein. Um den neuen Fundort müssen nach Angaben der Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken nun eine Befallszone im Umkreis von einem Kilometer und eine Sicherheitszone mit einem Radius von fünf Kilometern ausgewiesen werden. In der Befallszone müsse der Maiswurzelbohrer umgehend mit dem Insektizid Biscaya bekämpft werden. Anschließend dürfe in der Befallszone zwei Jahre lang kein Mais angebaut werden, während dies in der Sicherheitszone in beiden kommenden Jahren einmal möglich sei.

Sachsen: Befallszone eingerichtet

Zuletzt wurde Ende August auch in der Nähe des sächsischen Görlitz ein Maiswurzelbohrer in einer Pheromonfalle entdeckt und unverzüglich vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie eine Befallszone für den Quarantäneschädling eingerichtet, um mit den Bekämpfungsmaßnahmen beginnen zu können.  

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