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Pflanzenbau-Ratgeber

Maiszünsler: Fliegt er schon, oder puppt er noch?

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
23.06.2016

In der Regel verpuppt sich der Maiszünsler Mitte Mai, um drei bis vier Wochen später in die Bestände zu fliegen. Das Monitoring des Schmetterlings hat begonnen.

Der Maiszünsler-Flug kann von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein. Der optimale Bekämpfungstermin liegt um den Flughöhepunkt, die ersten fliegenden Falter können in der Regel außer Acht gelassen werden. Schlupftrichter zur Überwachung des Flughöhepunktes sind allerdings bereits in den Beständen.

Bekämpfungsschwellen liegen laut LWK NRW bei:

  • Silomais: 30-40 Raupen / 100 Pflanzen
  • Körnermais: sechs Eigelege / 100 Pflanzen
  • Vermehrung: vier Eigelege / 100 Pflanze

Das Informationssystem ISIP bietet im Internet ein deutschlandweites Monitoring des Falters an.

Erste Falter in Sachsen gefangen

Nach Angaben des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie wurden die ersten weiblichen Maiszünsler-Falter im Freistaat gefangen. Damit sei auch der Beginn der Eiablage möglich.

  • Für Nordsachsen wird die erste Trichogramma-Ausbringung in den Maisbeständen (biologisches Verfahren durch den Einsatz der Erzwespe Trichogramma brassicae) für die KW 25 empfohlen.
  • Die zweite Trichogramma-Behandlung ist nach weiteren 10-14 Tage notwendig.

Ein erster Befall ist an "Nadelstichreihen" in den oberen Blättern zu erkennen, die quer zur Blattachse verlaufen. Im weiteren Verlauf zeigen sich am Stängel runde Bohrlöcher, aus denen später Bohrmehl und Kot hervortritt und sich auf den Blattachseln ansammelt.

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