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Mais

Maiszünsler: Hochzeit des Falterfluges - auf Eigelege achten

von , am
16.07.2015

Der Hauptzuflug der Maiszünsler hat in den Befallsgebieten begonnen. Im Gebiet der LWK Nordrhein-Westfalen sind in den vergangenen beiden Wochen regelmäßig Falter in den Schlupfkäfigen geschlüpft.

Der Maiszünsler fliegt ab Juni. Aktuell ist der Hauptzuflug zu verzeichnen. © LWK Nordrhein-Westfalen
Die Witterungsbedingungen bleiben für den weiteren Zuflug des Maiszünslers (Ostrina nubilalis) und die anschließende Eiablage günstig. Erste Eigelege wurden in den letzten Tagen auf den Monitoringstandorten der LWK Nordrhein-Westfalen gefunden.
 
Nach etwa fünf bis sieben Tagen ist mit dem Schlupf der ersten Larven zu rechnen, dann wäre der optimale Bekämpfungstermin nächste Woche erreicht. Die vorläufige Bekämpfungsschwelle liegt bei 5 Eigelegen/100 Pflanzen. Auch der Vorjahresbefall kann nach Angaben der Landwirtschaftskammer NRW ein Hinweis sein: 30 Larven/100 Maisstoppeln.

Bekämpfung des Maiszünslers

Über den Warndienst bei ISIP ist Landwirt stets über den aktuellen Falterflug informiert (Stand: 16. Juli). © ISIP
Bei der Bekämpfung des Maiswurzelbohrers sind die Anforderungen an Technik, Termin und Mittel für einen guten Erfolg hoch. Der Falter kann in Deutschland mittels chemischer (Insektizide) oder biologischer Verfahren bekämpft werden:
  • biologische Verfahren: Einsatz von Trichogramma (Schlupfwespen) oder von Bodenbakterien (Bacillus thuringiensis). Einsatz ab Flugbeginn. Der Bacillus thuringiensis wird von den Larven beim Fressen des Blattgewebes aufgenommen.

  • Insektizide können etwas später - zum Flughöhepunkt des Zünslers und somit zum Beginn des Larvenschlupfes - eingesetzt werden. Für die Bekämpfung mit chemischen Insektiziden stehen vier Wirkstoffe zur Verfügung:
  1. Indoxacab (Avaunt, Steward)
  2. Methoxyfenozid (Gladiator, Runner; beide nur noch bis 12/2015 zugelassen)
  3. Rynaxypyr (Coragen)
  4. Spinosad (Conserve, Spintor)
Die Wirkungsdauer der Insektizide ist begrenzt. Bei zu früher Behandlung kann ein späterer Befall nicht verhindert werden. Da die Spritzbrühe den Bestand durchdringen muss, gibt es hohe Anforderungen an die Applikationstechnik.
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