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Warndienst

Maiszünsler überwachen: Das leistet die Warn-App auf dem Smartphone

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am Dienstag, 06.07.2021 - 06:00 (Jetzt kommentieren)

Eine neue App zum Auftreten des Maiszünslers nutzt Fallen an 140 Standorten in Deutschland. Mit dem aktuellen Stand zum Flug des Schädlings lässt sich der richtige Termin zur Bekämpfung leichter finden.

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Ein einziger Sturm kann durch Zünslerfraß geschwächte Bestände schlagartig umlegen. Einerseits profitiert der Maiszünsler (Ostrinia nubilalis) von wärmeren Temperaturen. Andererseits machen mehr Extremwettereignisse eine wirkungsvolle Strategie immer wichtiger. Oft bleibt der Befall mit dem Maiszünsler bis zur Ernte unentdeckt.

Neben der Offizialberatung, dem Pflanzenschutzdienst der Bundesländer, bietet der US-Konzern FMC/Cheminova jetzt eine neue App, die ein flächendeckendes Maiszünsler-Monitoring in Deutschland möglich machen soll. Der Service basiert auf einem Netzwerk von 140 Fallen. Er ist kostenlos, bezahlen müssen die Nutzer mit ihren Daten.

So nutzen Sie die App, die vor dem Flug des Maiszünslers warnt

Die App hilft beim Überwachen des Zünslerflugs und unterstützt den Anbauer beim richtigen Bekämpfungstermin. Sie lässt sich bei GooglePlay und im AppStore herunterladen und unterstützt Maisanbauer wie ein Warndienst. Die App auf dem Smartphone beinhaltet

  • dynamische Befallskarten mit Informationen zum Schädlingsdruck
  • aktuelle Fangzahlen aus Fallen der gewählten Region mit Flugbeginn/-zeit,
  • Warnmeldungen und persönliche Benachrichtigungen der FMC-Berater.

So sollen sich Trends und Schwellenwertänderungen schnell erkennen lassen. Angezeigt werden etwa lokale Daten zu Temperatur, Wetter und Schädlingsdruck und Warnmeldungen. Die Fangdaten werden in einer Kartenübersicht angezeigt:

  • grün = geringe Fangzahl pro Woche
  • gelb = mittlerer Zünslerdruck,
  • rot = hoher Schädlingsdruck.

Einzelne Fallenstandorte lassen sich jeweils anwählen, um Grafiken zu Zünslerfängen abzurufen.

Ab 2022 soll die App das Auftreten des Maiszünslers vorhersagen können

Im nächsten Entwicklungsschritt will der Konzern die App als Zünslerprognose mit einem eigenen Algorithmus zur Vorhersage erweitern Damit soll sich voraussagen lassen, wie sich der Zünsler in einer Region im gefährlichen Zeitraum je nach Wetterlage möglicherweise entwickeln wird.

In der nächsten Saison sollen Nutzer 2022 dabei auch mitmachen und eigene Fallen melden . Langfristig sind neben dem Service zum Zünsler weitere Angebote zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in das digtiale Serviceangebot 'Arc farm intelligence' geplant.

So kann jeder Maisanbauer als Fallenbetreiber mitmachen

Eine weitere Fastfield-App als digitale Schnittstelle zwischen Maiszünslerfalle mit QR-Code und 'Arc farm intelligence' soll das das papierlose Fallenmanagement ermöglichen. Dazu zählt

  • einmal vor der Saison - das Installieren der Falle(n) im System,
  • mindestens zweimal wöchentlich - das Übermitteln der Monitoringergebnisse,
  • wann immer nötig - defekte Fallen ersetzen.

Fallenbetreiber müssen vom Anbieter dafür lizenziert werden und bekommen dazu die App per Link zum downloaden.

Mit Material von ISIP, fmc/Cheminova
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Maiszünsler: Diese Technik hilft gegen den Schädling

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