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Maisbeizen

Nach Mesurol-Verbot: Notfallzulassung für Vogelfraßbeize Korit

Saatkrähe
am Donnerstag, 05.12.2019 - 09:27 (Jetzt kommentieren)

Der Großteil der Maisflächen war bislang mit Mesurol gebeizt. Jetzt hat das BVL eine Kurzzulassung für eine Alternative erteilt.

Nach dem Verbot der Beize Mesurol stehen in Deutschland kaum noch Saatgutbehandlungsmittel im Mais zur Verfügung. Vor allem die Vogelvergrämung wird damit zum Problem.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat jetzt dem Mittel Korit 420 FS eine Notfallzulassung für 120 Tage erteilt. Zulassungsinhaber ist der Züchter KWS.

Korit für die Aussaat 2020 erhältlich

Die Details zur Notfallzulassung:

  • Zugelassen gegen Fasane, Rabenkrähen und Tauben im Mais
  • Mit 87,5 ml/Saatguteinheit, das entspricht 0,6 l/100 kg Saatgut
  • Maximal 175 ml/ha, das entspricht 2 Einheiten/ha
  • Die Notfallzulassung gilt für 120 Tage vom 15. Dezember 2019 bis 12. April 2020
  • Genehmigt wurden 36.750 l, das reicht für 210.000 ha behandelte Fläche
  • Die Beize ist SC-formuliert und enthält 420 g/l Ziram

Kein unbekanntes Mittel

Die Beize enthält den Wirkstoff Ziram, eine Zinkverbindung, die auch als Blattfungizid im Obst-, Wein- und Gemüseanbau wirkt.

Korit hat eine dauerhafte Zulassung in Österreich. Behandeltes Saatgut durfte auch schon vor der Notfallzulassung eingeführt und in Deutschland ausgesät werden. Das Vogelrepellent ist damit auf dem deutschen Markt nicht unbekannt. Nach eigenen Angaben vermarktet beispielsweise Farmsaat die Beize schon seit 2011 als Alternative zu Mesurol.

Mehr zu den noch erlaubten Maisbeizen lesen Sie in der Printausgabe von agrarheute 1/2020.

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