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Mais

MON810: EU-Gerichtshof stellt Anbauverbot in Frage

von , am
29.03.2011

Brüssel - Das Anbauverbot für MON810 in Frankreich steht auf der Kippe: Der Generalanwalt beim Gerichtshof der Europäischen Union hat die Grundlage des Verbotes in Frage gestellt.

© Moonlight/aboutpixel
Der Generalanwalt beim Gerichtshof der Europäischen Union stellte kürzlich die gesetzliche Grundlage des Anbauverbotes für gentechnisch veränderten Mais der Linie MON810 in Frankreich in Frage. Nach seiner Ansicht haben die Franzosen ihr Verbot mit einer veralteten Richtlinie begründet.

Schaden muss mit einiger Wahrscheinlichkeit eintreten

Nach Ansicht des Generalanwalts gilt einzig und allein die Verordnung (EG) 1829/2003 über gentechnisch veränderte Lebensmittel und Futtermittel für den MON 810. Danach hätte Frankreich zunächst die Kommission auffordern müssen, den GV-Mais zu verbieten. Außerdem reicht laut dem Generalanwalt ein hypothetisches Risiko für die Gesundheit und Umwelt nicht für ein Verbot. Der Schaden müsse auch mit einiger Wahrscheinlichkeit eintreffen, so die Argumentation. Folgt der Europäische Gerichtshof seinem Generalanwalt, muss Frankreich sein Anbauverbot aufheben.
 
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