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Mais

Niedersachsen: Silomaisernte hat begonnen

von , am
30.09.2013

Oldenburg - Ungünstige Witterungsbedingungen für Mais sorgen in diesem Jahr eher für eine durchschnittliche Ernte.

Obwohl die Anbaufläche nahezu gleich war, fällt die Silomaisernte 2015 um 14 Prozent kleiner aus als 2014. © Mühlhausen/landpixel
Nachdem die Silomaisernte in Niedersachsen landesweit begonnen hat, erwartet die dortige Landwirtschaftskammer eine durchschnittliche Ernte. Kammerangaben zufolge steht in diesem Jahr zwischen Ems und Elbe auf einer Fläche von rund 504.000 Hektar (ha)  Silomais, das sind gut 20.000 ha weniger als 2012. Der überwiegende Teil, die Silage von ungefähr 300.000 ha, diene dabei als Viehfutter. Die Ernte der restlichen gut 200.000 ha werde als Gärsubstrat für Biogasanlagen zur Gas-, Strom- und Wärmeerzeugung genutzt.
 
Schlechtes Wetter für Mais in diesem Jahr

Das Frühjahr war in diesem Jahr mit seinen kühlen Temperaturen und den regelmäßigen Niederschlägen im Mai bis weit in den Juni hinein für den Mais zu kalt, berichtet die Landwirtschaftskammer. "Wirklich schlimm" habe es die Betriebe im östlichen Niedersachsen getroffen, bei denen der Mais zum Teil unter Wasser gestanden habe. Dort habe Mitte Juni zum zweiten Mal gesät werden müssen. Im Sommer sei es auf sehr leichten Standorten zu Wassermangel gekommen, wodurch die Maispflanzen vorzeitig abgereift seien, so dass die Erträge und Qualitäten geringer ausfallen dürften.
 
Den optimalen Erntezeitpunkt erreiche Silomais mit einem TM-Gehalt von 32 % bis 35 %. Bei zu niedrigenWerten sei der höchste Ertrag und Stärkegehalt noch nicht erreicht, oberhalb von 35 % TM werde die Pflanze holzig. Das erschwere die Konservierung und schmecke zudem den Rindern nicht, erläuterte die Kammer. Sie wies in dem Zusammenhang auf die von ihr regelmäßig veröffentlichte Maisreifeprüfung hin, mit der man den Landwirten bei der Wahl des besten Erntetermins helfen wolle.
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