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Mais

Ratgeber: Drahtwurm-Befall im Mais erkennen

von , am
26.05.2015

Verdrehte Kümmerpflanzen und lückiger Bestand - dies könnte auf Drahtwurmbefall hinweisen. Ob es sich um Drahtwürmer handelt, kann durch verschiedene Nachweisverfahren festgestellt werden.

Schadbild im Mais: Drahtwurmlarve © isip/Dr. M. Benker
Erste Schadsymptome von Drahtwürmern zeigen sich bei den Maispflanzen schon kurz nach dem Auflaufen. Die Pflanzen bleiben im Wachstum stehen und weisen braun verfärbte Blätter auf. Beim Nachgraben finden sich an und um die Pflanzen 2 bis 4 cm lange drehrunde gelbbraune Larven, die die Maispflanzen anfressen. Beißt sich der Drahtwurm senkrecht von unten nach oben durch den Wurzelkopf in den Trieb, sterben die Pflanzen ab.
 
Um einen Drahtwurmbefall auf einer Fläche im Vorfeld festzustellen, empfielt ISIP.de verschiedene Nachweis-Verfahren.
 
Drahtwurmbefall diagnostizieren:
  • Bei niedriger Bodenfeuchte eignen sich besonders gut Kartoffelhälften. Dazu jeweils an vier Stellen des Feldes von je 0,25 qm vier Kartoffelhälften in 5 - 10 cm Tiefe vergraben, markieren und nach ein bis zwei Wochen auf Drahtwurmlarven kontrollieren.
  • Bei hoher Bodenfeuchte 5 x 4 Häufchen keimendes (24 h vorgequollenes) Getreide pro qm in 30 cm Abstand auslegen, mit Erde bedecken, markieren und nach zwei Wochen überprüfen.
  • Alternativ mit einem Spaten eine Bodenprobe ziehen (4 x 0,25 qm x Pflugtiefe) und diese visuell auf das Vorhandensein von Larven untersuchen. Dieses Verfahren ist aber nicht so zuverlässig. Die zwei zuerst genannten Verfahren sind sicherer, da die Drahtwürmer durch das entstehende CO2 gezielt angelockt werden.
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