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Mais

Rheinland-Pfalz: Weiterer Maiswurzelbohrer gefunden

© landpixel
von , am
25.09.2013

Mainz - Kontrolleure des Pflanzenschutzdienstes haben einen weiteren Käfer in einer Lockstofffalle entdeckt. Die betroffenen Landwirte müssen künftig eine Fruchtfolge einhalten.

Seit den neunziger Jahren breitet sich der Maiswurzelbohrer in Europa aus: zunächst in Osteuropa, seit 1998 auch in Westeuropa. © Mühlhausen/landpixel
Erneut ist in Rheinland-Pfalz ein Maiswurzelbohrer gefunden worden. Vergangene Woche fingen die Kontrolleure des Pflanzenschutzdienstes einen weiteren Käfer in einer Lockstofffalle. Der Fundort liegt zwischen den Gemeinden Waldsee und Altrip südlich von Ludwigshafen. Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken wies darauf hin, dass der neue Fund außerhalb des bestehenden Befallsgebietes in der Südpfalz liege; deshalb müssten Ausrottungsmaßnahmen ergriffen werden. Wenige Kilometer westlich vom neuen Fundort waren vor knapp zwei Wochen bereits eingeschleppte Maiswurzelbohrer gefangen und die Ausrottung veranlasst worden.

Verabschiedung von Monokultur

Um den Fundort muss laut Höfken nach den pflanzenschutzrechtlichen Vorschriften jetzt eine Befallszone im Umkreis von einem Kilometer und eine Sicherheitszone mit einem Radius von fünf Kilometern ausgewiesen werden. Da der neue Befall sehr spät in der Anbausaison auftrete, sei nicht mehr mit einer Ausbreitung des Maiswurzelbohrers zu rechnen, erklärte die Ministerin. Insektizideinsätze seien diesmal nicht notwendig.
Allerdings müssten sich die betroffenen Landwirte von der Monokultur verabschieden und künftig eine Fruchtfolge einhalten, bei der in drei Jahren zweimal Mais auf derselben Fläche angebaut werden dürfe und ein Jahr ausgesetzt werden müsse. Dies sei langfristig ohnehin die wirksamste Bekämpfungsmaßnahme.
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