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Mais

Russische NGO startet weltgrößte GVO-Studie

© Mühlhausen/landpixel
von , am
17.11.2014

London - In Russland startet nächstes Jahr die weltgrößte GVO-Studie zur Sicherheit gentechnisch veränderter Kulturpflanzen in Verbindung mit Herbiziden. Initiator ist die russische NGO "Factor GMO".

Fünf Bundesländer eine einheitliche Regelung für den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen. © Mühlhausen/landpixel
Nach Berichten von agrar.info kündigte die russische Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) "Factor GMO" vergangene Woche den Start einer Studie zur Sicherheit gentechnisch veränderter Kulturpflanzen in Verbindung mit Herbiziden an. Mit dem Experiment wolle man feststellen, ob GV-Mais und die damit verbundenen Herbizide Krebs, Fruchtbarkeitsstörungen oder Erbschäden auslösen, teilten die Organisatoren der Studie von Russian National Association for Genetic Safety (NAGS) in London mit.
 
Außerdem wollen die Wissenschafter herausfinden, welche Chemikalien in "Roundup" mehr oder weniger toxisch sind als der Wirkstoff Glyphosat.  

6.000 Ratten mit Glyphosat behandeltem GV-Mais füttern

Nach Angaben der Organisatoren soll es die bisher international umfassendste Langzeituntersuchung zu dem Thema werden. Die Futtermittelstudie, bei der 6.000 Ratten mit Glyphosat behandeltem GV-Mais gefüttert werden, soll nach der diesjährigen Vorbereitungsphase im Jahr 2015 starten und zwei bis drei Jahre dauern. Der finanzielle Aufwand beträgt 25 Millionen US-Dollar, umgerechnet 20,71 Millionen Euro.

Die an der Studie beteiligten Wissenschaftler aus Russland, den USA und Italien seien unabhängig und hätten keinerlei Verbindungen zu Anti-GVO-Bewegungen sowie einschlägigen Biotech-Firmen, beteuerte die NGO. Zusätzlich werde ein Prüfungsausschuss aus drei Forschern die Untersuchungen beaufsichtigen. Ein Großteil der 25 Millionen US-Dollar wurde laut NAGS bereits aufgebracht.
 
Die Namen der Sponsoren und privaten Förderer - großteils aus Russland und der EU - sollen aber erst nach dem Projektstart veröffentlicht werden. Der genaue Standort der Untersuchungen wurde aus Sicherheitsgründen auch nicht genannt. Erst in diesem Jahr hat Russland die Einfuhr von GV-Produkten, mit Ausnahme für Forschungszwecke, verboten und erlaubt auch nicht den Anbau von GV-Kulturen in dem Land.

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