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Mais

Saatgutkontrollen: 1,4 Prozent GVO-positiv

pd
am
17.04.2015

Überwachungsbehörden haben auch in diesem Jahr Maissaatgut auf Spuren von gentechnisch veränderten Pflanzen untersucht. Mit 1,4 Prozent ist der Wert im Vergleich zum Vorjahr weiter gesunken.

Gebeiztes Maissaatgut
Jedes Jahr untersuchen die Überwachungsbehörden der Bundesländer mehrere Hundert Saatgutproben auf Spuren von gentechnisch veränderten Pflanzen. Bei Maissaatgut sank der Anteil GVO-positiver Proben 2015 auf 1,4 Prozent. Diese Saatgutpartien wurden nicht ausgeliefert.

Werte liegen unterhalb der technischen Nachweisgrenze

Bei Mais wurden 2015 in drei von insgesamt 216 Saatgutpartien GVO-Spuren gefunden. Davon zwei in Bayern und eine in Dachen. Damit ist der Anteil GVO-positiver Proben gegenüber 2014 weiter auf nur noch 1,4 Prozent gesunken. Jährlich untersuchen die Überwachungsbehörden der Bundesländer mehrere Hundert Saatgutproben. Sie prüfen, ob gentechnisch veränderte (gv) Pflanzen - meist gv-Mais oder gv-Raps - nachweisbar sind. Es wird sowohl Saatgut aus Deutschland als auch Importware überwacht. Der Anteil der Saatgutpartien, in denen die Behörden GVO-Spuren nachweisen konnten, war gering. Wenn Spuren von GVO gefunden werden, liegt ihr Anteil in der Regel unterhalb der technischen Nachweisgrenze von 0,1 Prozent und damit in einem Messbereich, in dem Ergebnisse einen großen Schwankungsbereich aufweisen und nicht reproduzierbar sind.

Nulltoleranz in Deutschland

In Deutschland herrscht eine strikte "Nulltoleranz": Wenn in Saatgut GVO-Beimischungen nachgewiesen werden, ist es unabhängig von der Höhe des gemessenen GVO-Anteils nicht verkehrsfähig. Die betroffenen Partien werden vom Markt genommen. Sollte das Saatgut bereits ausgebracht worden sein - wie es zuletzt im Jahr 2010 bei Mais der Fall war - ordnen die Behörden an, die Felder unterzupflügen.
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