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Maisernte

Silomais: Alle Landessortenversuche auf einen Blick

Silomais häckseln
© agrarfoto
von am
19.12.2017

Die vergangene Ernte brachte in allen Regionen überdurch­schnittliche Erträge. Wegen der Nässe im Norden konnte der Mais aber längst nicht überall zum richtigen Zeitpunkt gehäckselt werden. Unser Überblick zeigt die Ergebnisse in allen Regionen.

Schon früh war im vergangenen Sommer eine starke Maisernte abzusehen. Berater empfahlen teilweise, Silomais stehen zu lassen und zu dreschen. Die im Vergleich zum mehrjährigen Mittel hohen Energieerträge wurden in allen Regionen auch durch die offiziellen Landessortenversuche (LSV) bestätigt. Allerdings geriet die Ernte vor allem im Norden großflächig zur Schlammschlacht. Stürme hatten diverse Maisbestände vorher schon geschädigt.

In unserer Karte unten haben wir alle LSV-Ergebnisse der Ländergebehörden zusammengefasst. Die grünen Symbole stehen für die frühen Sorten bis Siloreifezahl S 220, die gelben für die mittelfrühe Sorten (S 230 bis S 250), die orangen für mittelspäte bis späte Sorten ab S 260. Einige Bundesländer weisen darüber hinaus die späten Sorten separat aus (rote Symbole).

Alle Angaben ohne Gewähr.

Erntehelfer USA: Körnermaisernte in Minnesota

Öko-Körnermais in den USA
Auf der "Fairview Farm" in Cottonwood, Minnesota betreiben Jonathan und Carolyn Olson seit 1998 auf 1100 acres (460 Hektar) Ökolandbau. Fast 140 Hektar wurden dieses Jahr mit Mais bestellt. © Immo Cornelius
John Deere Mähdrescher bei der Maisernte
Die Hälfte der Ernte wird zu Futtermitteln, die andere Hälfte zu Bio-Wodka und Gin verarbeitet. Jonathan und Carolyn Olson gehören zu einer Gruppe von insgesamt nur drei Lieferanten, die den Öko-Mais für die Alkohol-Herstellung liefern. © Immo Cornelius
Maisfläche in den USA
Minnesota wird auch als "corn country" bezeichnet. Auf mehr als 40 % der Ackerfläche steht gentechnisch veränderter Mais, der hauptsächlich als Körnermais geerntet wird. Ein großer Teil gelangt in die Ethanolherstellung. © Immo Cornelius
Öko-Körnermaisernte in Minnesota
Mais ist die ökonomisch wichtigste Frucht für die beiden Öko-Landwirte. Die Erträge entsprechen mit 180 bushel/acre (umgerechnet 110 dt/ha) zu 85 % denen der konventionellen Kollegen. Während diese umgerechnet derzeit aber nur 10,80 $/dt bekommen, erhalten Jonathan und Carolyn für ihren Öko-Mais mit durchschnittlich rund 36 $/dt mehr als das Dreifache. © Immo Cornelius
Luzerne als Untersaat in Hafer
In der Ökofruchtfolge der Olsons steht Mais entweder nach einjähriger Luzerne oder Getreide+Zwischenfrucht. Auf den konventionellen Flächen Minnesotas wird Mais nach Soja angebaut. © Immo Cornelius
Mähdrescher wird gewartet
Mais wird nach Soja im Oktober gedroschen. Witterungsbedingt startete die Körnermaisernte dieses Jahr erst Ende Oktober. Daher blieb genug Zeit zur Vorbereitung der Maschinen. © Immo Cornelius
Maisgebiss in der Werkstatt
Da beim Körnermais nicht die ganze Pflanze geerntet wird, bleiben lange und widerständsfähige Stoppeln zurück, die die Reifen am Mähdrescher verschleißen. Das Maisgebiss erhielt deshalb Druckrollen, die in der Werkstatt angepasst und montiert wurden. © Immo Cornelius
John Deere Mähdrescher mit Maisgebiss
Die Rollen sollen den Abrieb an den Reifen reduzieren. Dafür drücken jeweils zwei Rollen vor den Vorderreifen auf die entsprechenden Stoppelreihen. Über Zylinder erhalten die Rollen Druck, der Fahrer kann dies per Joystick hydraulisch regulieren. © Immo Cornelius
Mais dreschen
So sieht das Ganze während der Fahrt aus. © Immo Cornelius
Mais dreschen in der Dunkelheit
Das Maisgebiss ist achtreihig. © Immo Cornelius
Körnermaisernte USA
Die Olsons dreschen den Körnermais ab 25 % Feuchtigkeit. So kann auch bis in die Nacht geerntet werden. © Immo Cornelius
Körnermais abladen
Abgefahren wird per LKW. © Immo Cornelius
Silos per Förderschnecke befüllen
Mit 18-25 % Feuchtigkeit kommt der Körnermais auf dem Hof an. Um lagerfähig zu sein, muss die Ernte auf 14 % getrocknet werden. Daher kommt der Mais vom LKW zunächst in den Silotrockner. © Immo Cornelius
Förderschnecke auf Getreidesilos
Die Trocknung erfolgt vollautomatisch bei 66 Grad. Die Hitze wird von unten ins Silo geblasen. Daher sind die unteren Schichten schneller trocken als die oberen. Erreichen die Körner die eingestellte Zielfeuchte beziehungsweise Zieltemperatur von 40,5 Grad, werden sie automatisch in den großen Silo gefördert, wo sie bis zum Verkauf lagern. © Immo Cornelius
GSI-Silo in den USA
In das größte Maissilo passen mehr als 750 Tonnen. © Immo Cornelius
John Deere mit Scheibenegge auf Maisacker in den USA
Direkt nach der Ernte wird der Maisacker mit der Scheibenegge flach gelockert, um die üppige Maisstrohauflage einzuarbeiten. © Immo Cornelius
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