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Mais

Silomais: Ausnahmeernte 2014 bei Ertrag und Qualität

von , am
29.01.2015

Bonn - Die Ernte bei Silomais 2014 sticht ertraglich und qualitativ heraus. Wie aus vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht, lag die Erntemenge bei 98,6 Millionen Tonnen.

Um Verluste im Silo zu vermeiden, gilt es auf einige wichtige Punkte zu achten. © Mühlhausen/landpixel
So viel Silomais ernteten die Landwirte in Deutschland noch nie. Nach Angaben des Deutschen Maiskomitees e.V. (DMK) führten die Kombination aus sehr guten Flächenerträgen und der Ausweitung der Anbaufläche zu diesem Ergebnis. Die Erntemenge wuchs um etwa 20 Millionen Tonnen (Mio. t) gegenüber 78,2 Mio. t im Vorjahr. 2013 ernteten die Landwirte in einem schwächeren Erntejahr im Durchschnitt knapp 390 dt/ha. 2014 sind es den Daten zufolge 470,5 dt/ha. Das entspricht einem Wachstum um fast 21 Prozent. Die Anbaufläche wurde um knapp 90.000 ha (rund 4,4 %) auf 2,092 Mio. ha in 2014 ausgedehnt.
 
Im Zuge der Energiewende und der Investition in Biogasanlagen stieg die Anbaufläche für Silomais in den letzten Jahren. Seit 2011 liegt sie laut DMK bei über 2 Mio. ha. Die Erntemenge erreichte 2011 ihren bisherigen Höchstwert mit fast 96,8 Mio. t. 2012 wurden 94,8 Mio. t geerntet.
 
Ertrag und Erntemenge von Körnermais in Deutschland 2014 bewegten sich nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes dagegen in einem mittleren Bereich. Mit durchschnittlich 98,7 dt/ha wurde auf einer um 3,2 % gegenüber dem Vorjahr verringerten Anbaufläche von 481.300 ha eine Ernte von 4,74 Mio. t (2013: 4.39 Mio. t) eingefahren.

Silomaisernte 2014: Durchschnittliche Qualitäten überzeugen

Maissilage 2014 - Durchschnittswerte aus acht Regionen © proteinmarkt.de/DMK
Auch bei den Qualitäten war 2014 für den Silomais ein Ausnahmejahr, wie Untersuchungsergebnisse der Länder zeigen. Laut Deutschem Maiskomitee e.V. (DMK)  waren daran vor allem die Niederschläge in einer für den Mais günstigen Verteilung verantwortlich. So reiften die Kolben gut ab und die Pflanzen wiesen kaum Schäden auf. Das führte in der Summe zu hohen Stärkegehalten und überdurchschnittlichen Energiegehalten. Der Gehalt an Trockenmasse liegt mit bis 36 Prozent etwas höher als im Vorjahr. Das sei auf den höheren Kolbenanteil zurückzuführen. Weitere durchschnittliche Ergebnisse finden sie in der Tabelle, unter anderem zu:
  • Rohaschegehalt: Niedrige Werte sind bei der Rohasche vorteilhaft. Sie ist vor allem in den unteren Stängelabschnitten zu finden, von daher kann eine höhere Stoppelhöhe zur Verringerung beitragen.
  • Der Rohfasergehalt deutet auf das Verhältnis von Kolben zu Restpflanze hin. Je niedriger der Wert, umso höher ist der Kolbenanteil.
  • Der Wert der Neutral-Detergenzienfasern (aNDFom) trägt dazu bei, den Fasergehalt genauer zu analysieren. aNDFom deutet auf den Anteil an Zellwandmaterial hin.
  • ELOS deutet auf die Verdaulichkeit hin und gibt den Gehalt an enzymlösbarer organischer Substanz an.
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