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Mais

Silomais: Bald beginnt das große Häckseln

von , am
15.09.2011

Hannover - Der Startschuss für die Silomaisernte wird in Kürze fallen. Die ersten Bestände sind fast erntereif. Erwartet werden hohe Silageerträge mit guter Qualität.

Im Vorfeld erwarten Analysten Korrekturen bei der US-Maisernte. © Schollen/landpixel.de
Nach Berechnungen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen werden erste Silomais-Bestände bald erntereif sein. Die Häcksler werden - gutes Wetter vorausgesetzt - in der Region südliches Emsland/Grafschaft Bentheim bereits Mitte September ihre Arbeit aufnehmen. Insgesamt können sich die niedersächsischen Landwirte auf eine gute Ernte freuen, denn Ertrag und Qualität stimmen in diesem Jahr.

Große Kolben an sattgrünen Pflanzen

Dabei war der Start alles andere als vielversprechend. Trockenheit kurz nach der Saat sorgte besonders auf sandigen Böden für Probleme. Diese Schwierigkeiten konnte der Mais aber im weiteren Vegetationsverlauf kompensieren. Regelmäßige Niederschläge und eher kühle Temperaturen, die Raps- und Getreideanbauern vielerorts zur Verzweifelung brachten, setzte der Mais in Wachstum um.
 
Auf den richtigen Erntezeitpunkt achten
 
Die meisten Bestände präsentieren sich heute prächtig. An sattgrünen Pflanzen reifen große Kolben heran, die den Energiegehalt der Silage maßgeblich bestimmen. Der optimale Erntezeitpunkt ist erreicht, wenn der Mais mit einem Trockenmassegehalt von 30 bis 35 Prozent gehäckselt wird. Bei zu niedrigen Werten tritt Sickersaft aus dem Silagehaufen, oberhalb von 35 Prozent Trockenmasse wird die Pflanze holzig. Das erschwert die Konservierung und schmeckt den Rindern nicht.
 
Um den Bauern bei der Wahl des besten Erntetermins zu helfen, führt die Landwirtschaftkammer Niedersachsen seit vielen Jahren sogenannte Maisreifeprüfungen durch, deren Ergebnisse regelmäßig veröffentlicht werden.
 
500.000 ha Silomais in Niedersachsen
 
In diesem Jahr stehen gut 500.000 Hektar Silomais in Niedersachsen. Das entspricht einem Anteil von 19 Prozent an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr beträgt knapp zwölf Prozent. Über die Hälfte des Silomaises wird einsiliert und dient als Viehfutter, der Rest wird als Gärsubstrat für Biogasanlagen zur Gas-, Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. 
 
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