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Trockenheit

Silomais ernten oder nicht: Aktuelle Trockensubstanzgehalte

Im Norden vertrocknet der Mais
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
31.07.2018

Die Trockenheit beschleunigt die Abreife der Silomaisbestände derzeit bundesweit deutlich. Ein Nord-Süd-Gefälle ist festzustellen. Hier aktuelle Ergebnisse des Deutschen Maiskomitees.

Mancherorts beginnt in Deutschland jetzt schon die Silomaisernte. Ab wann ist es sinnvoll, mit dem Häckseln zu starten? Das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK) hat über sein Erntezeitprognosemodell MaisProg die Trockensubstanz (TS)-Gehalte in der Gesamtpflanze für Silomais in Deutschland bestimmt.

Anhand täglicher Wetterdaten leitet das Modell ein mögliches Erntedatum ab. Der Anbauer gibt dazu den Aussaatzeitpunkt, die Bodenart und seine Postleitzahl an. Eine Basisversion von www.maisprog.de ist kostenlos.

In weiten Teilen Norddeutschlands hat das sehr trockene Wetter die physiologischen Abläufe in der Pflanze massiv gestört. Die Folge ist oft eine Notreife. Das DMK weist darauf hin, dass MaisProg vorzeitig abgestorbene und kolbenarme Bestände nicht umfassend bewerten kann.

Norden: Späte Saat und anhaltende Dürre

Die Ergebnisse für die nördlichen Bundesländer: Bei frühen Sorten und Aussaat Anfang Mai weisen die Bestände an der Küste TS-Gehalte zwischen 12 und 17 Prozent auf, im Landesinneren bei nicht trockenheitsgeschädigtem Mais bei rund 20 Prozent.

Viele Bestände sind im Frühjahr auf Grund der nassen Witterung erst spät gesät worden. Die anhaltende Dürre führt in den mittleren und südlichen Teilen von Niedersachsen zu Minderwuchs, schlechter Befruchtung und teilweise Notreife.

Mitte: Teilweise schon 29 Prozent Trockensubstanz

Die Schätzungen für die Mitte Deutschlands, auf Basis einer mittelfrühen Silomaissorte: In den von einer frühen Trockenheit geprägten Regionen in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und nördlichem Nordrhein-Westfalen liegen die TS-Gehalte schon bis zu 25 Prozent.

Die Mittelgebirge und weite Teile Nordhessens und Thüringens weisen noch TS-Gehalte zwischen 13 und 20 Prozent auf. Mittelfrühe Sorten in Südhessen erreichen schon TS-Gehalte bis rund 29 Prozent.

Süden: Spätere Sorten noch nicht soweit

Ein ähnliches Bild ergibt sich in Baden-Württemberg und Bayern. Während mittelfrühe Sorten im Rhein- und Donautal schon TS-Gehalte bis zu 29 Prozent erreichen, ist der Abreifegrad der mittelspäten Sorten dort wesentlich geringer und erreicht höchstens 25 Prozent.

In den restlichen Regionen liegen die TS-Gehalte der mittelfrühen beziehungsweise mittelspäten Sorten zwischen 13 und 22 Prozent.

Mit Material von DMK

Abdecken ohne Silosäcke

Silosäcke auf der Abdeckung
Silo abdecken
Metallrohr zur Versteifung
Schlaufen zum Fixieren des Vlies
Silo abdecken mit Wandvlies
Wandvlies als Zeichnung
Silo öffnen
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