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Trockenheit

Silomais: Jetzt ernten oder noch warten?

Durch Trockenheit geschädigter Mais
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
10.07.2018

Neun Wochen kein Regen - nicht nur im Norden leiden alle Kulturen. Ist der Mais schon abgestorben oder lebt er noch? Der Check für eine vorgezogene Ernte.

Am heutigen Dienstag und auch morgen fällt in Norddeutschland endlich der lang ersehnte Regen. Mehr als 20 mm werden wohl in der Summe kaum herunterkommen. Für die meisten Kulturen ist das nach der anhaltenden Trockenheit viel zu spät: Viele Rüben- und Maisfelder sind jetzt schon geschädigt. Das berichten Landwirte in ihren Postings.

Kann es sich lohnen, Silomais jetzt zu ernten? Dieser Frage geht Karsten Bommelmann von der Arbeitsgemeinschaft Futtersaaten, Futterbau & Futterkonservierung e.V. nach.

Blüte bedeutet normalerweise Reife in acht Wochen

Durch Trockenheit geschädigter Mais

Viele frühe und mittelfrühe Maissorten schieben aktuell die Blüte. Im Allgemeinen kündigt das ein Erreichen der Siloreife in rund acht Wochen an. Eine Ernte zum jetzigen Zeitpunkt würde eine schwerwiegende Entscheidung bedeuten. „Beziehen Sie dabei alle möglichen Chancen und Risiken ein“, rät Bommelmann.

Derzeit sind die zu erwartenden Futterqualitäten wegen der bisher geringen Stärkeeinlagerung in kleinen oder gar nicht vorhandenen Kolben relativ gering.

Wo in Folge der Dürre die Kolbenanlagen ganz fehlen, ist auch bei noch vitalen Pflanzen und dem aktuellen Niederschlag keine deutliche Steigerung mehr zu erwarten. Dann ist lediglich ein Massenzuwachs zu erwarten, mit auf vergleichbarem Niveau bleibender Futterqualität.

Wann frühe Ernte sinnvoll ist

Ein Vorziehen der Silomaisernte empfiehlt sich nur dann, wenn die Pflanzen auf einem bedeutenden Teil der Gesamtfläche definitiv abgestorben sind.

In diesem Fall würde der betriebswirtschaftliche Vorteil durch höhere Erträge und bessere Festkostenverteilung nicht überwiegen. Zu befürchten ist in erster Linie eine Verschlechterung des phytosanitären Zustands und ein weiterer Anstieg der Trockenmassegehalte. Bei Werten über 40 Prozent lässt sich die Silage nicht mehr gut verdichten.

Check: Lebt er noch?

„Schauen Sie sich die Pflanzen genau an, um sie verlässlich beurteilen zu können“, rät Berater Karsten Bommelmann.

Diese Symptome können auf ein trockenheitsbedingtes Absterben der Pflanzen hindeuten – sie bedeuten aber noch nicht zwingend, dass die Pflanzen vollständig abgestorben sind:

  • Teilweise Chlorosen, also Verfärbungen – konkret Gelbfärbungen,
  • Nekrosen, also abgestorbenes Pflanzenmaterial oberhalb der Kolbenanlage,
  • Blätter mit noch leicht grünlicher Färbung, die eine pergamentähnliche Beschaffenheit angenommen haben und beim Reiben zwischen den Fingern zerbröseln.

Der Erntecheck: Bewässern Sie in solchen Verdachtsfällen einzelne Pflanzen intensiv, etwa mit der Gießkanne. Berater Bommelmann: „Zeigen sich die Pflanzen nach zwei bis drei Tagen wieder vitaler, sollten Sie noch von einer vorzeitigen Ernte absehen.“

Ändert sich der Zustand der bewässerten Pflanzen aber nicht, ist davon auszugehen, dass die Maispflanzen bereits vollständig abgestorben sind.

Mit Material von Karsten Bommelmann, AG FUKO

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