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Mais

SmartStax: Abstimmung gescheitert, Zulassung wahrscheinlich

von , am
12.07.2013

Brüssel - Die EU-Mitgliedsstaaten haben auch im zweiten Anlauf eine qualifizierte Mehrheit für oder gegen die Zulassung des gv-Mais SmartStax verfehlt. Die Kommission kann ihn jetzt für den Import zulassen.

Das USDA hat die Lagerbestände für Mais nach unten korrigiert. © AZP-Worldwide/Fotolia
Auch in der zweiten Runde der Abstimmung über die Importzulassung des gentechnisch veränderten (GV) Mais "SmartStax" waren sich die EU-Mitgliedstaaten uneinig und verfehlten im Berufungsausschuss erneut eine qualifizierte Mehrheit.
 
Jetzt wird, wie bei der grünen Gentechnik üblich, die EU-Kommission den GV-Mais voraussichtlich ohne Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten für den Import zulassen.

Wechselwirkungen zu wenig untersucht?

Vor SmartStax haben grüne Europaabgeordnete in einem offenen Brief an die EU-Kommission gewarnt. Nach ihrer Ansicht wurden mögliche Wechselwirkungen der verschiedenen Gifte des Bakteriums Bacillus thuringiensis (Bt) unzureichend untersucht.
 
SmartStax ist eine Kreuzung von mehreren bisher in der EU schon genehmigten GV-Maissorten von Monsanto und Dow Agro Science (MON89034×TC1507×MON88017×59122). Der GV-Mais ist gegen zwei Herbizide resistent und bildet sechs verschiedene Bt-Insektengifte aus. Nach der Zulassung wären Futtermittelimporte aus den USA mit geringerem Risiko verbunden, da SmartStax dort schon großflächig angebaut wird.
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