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Mais

Sorgenkind Mais: Wie sieht es bei Ihnen aus?

von , am
21.08.2015

Von Anfang Juli bis Anfang September braucht der Mais Wasser für einen guten Ertrag. Durch die trockenen letzten Wochen sieht es in diesem Jahr regional katastrophal aus. Wie steht der Mais bei Ihnen?

Dem Mais hat die Trockenheit der letzten Wochen regional übel mitgespielt. © Mühlhausen/landpixel
Um einen guten Kolben auszubilden, braucht der Mais genügend Wasser. Insbesondere in den Monaten Juli und August benötigt die C4-Pflanze Flüssigkeit. Doch Wasser war in diesem Jahr Mangelware.
 
Erst das trockene Frühjahr beim Auflaufen, dann die heiße Trockenheit der letzten Wochen - lediglich Anfang Juli gab es regional die erhofften Niederschläge für die Maispflanzen. Doch seitdem herrscht Ebbe.

Mais geht in die Notreife

In den ersten Gebieten geht der Mais bereits in die Notreife. Den Landwirten bleibt nichts anderes übrig, als zu häckseln um überhaupt etwas von der Fläche zu bekommen. So rechnen Landwirte im Raum Schwandorf in der Oberpfalz mit Mindererträgen zwischen 50 und 70 Prozent beim Silomais. Auch in Teilen Brandenburgs sieht es nach einer sehr schlechten Maisernte aus. Wo in den letzten Wochen kein Regen fiel, sind die obersten 50 cm ausgetrocknet.
 
Wie der DWD in dieser Woche mitteilte, ist es in Deutschland gerade so trocken wie seit 50 Jahren nicht mehr. Entsprechend bescheiden entwickelt sich der Mais.

DRV korrigiert Ernteschätzung für Körnermais deutlich nach unten

"Der Mais entwickelt sich zusehends zum Sorgenkind", schreibt Guido Seedler vom Deutschen Raiffeisenverband in der sechsten Ernteschätzung des DRV. Die Bestände leiden sehr unter der gegenwärtigen Hitze und Dürre. Der DRV korrigiert daher seine Ernteprognose für den Körnermais von rund 4,6 Mio. t im Vormonat auf nunmehr 3,9 Mio. t. Das Vorjahresergebnis wird um fast 24 Prozent unterschritten.
 
"Auch wenn jetzt in den nächsten Tagen Niederschläge kommen, ist der Zug in diesem Jahr wohl abgefahren", erklärt Seedler auf Anfrage von agrarheute.com. Insbesondere im Südosten, -westen, Süden und großen Teilen Ostdeutschlands könnten die Rückstände in der Entwicklung nicht mehr aufgeholt werden um einen guten Ertrag zu erhalten. Einzig in Teilen Norddeutschlands könnte noch eine "normale" Ernte erzielt werden - wenn denn der Regen noch kommt. Ansonsten sind zwar Kolben an den Stängeln angelegt, zum Ausbilden fehlte es aber in den letzten Wochen am Wasser.

Umfrage: Wie steht der Mais bei Ihnen?

Erst der teilweise bescheidene Grünfutteraufwuchs, nun die Probleme beim Mais. Die Futtergrundlage leidet in diesem Jahr stark unter dem fehlenden Regen.
 
"Wie steht der Mais bei Ihnen?" wollen wir deshalb in unserer aktuellen Umfrage (rechts) von Ihnen wissen. 
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