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Mais

Ukraine: Maisexporte fast verdreifacht

von , am
24.02.2012

Die Bedeutung der Ukraine im internationalen Maishandel nimmt weiter zu. Aktuellen Schätzungen zufolge katapultiert sich das Land dieses Jahr auf Platz zwei der weltgrößten Maisexporteure.

© Mühlhausen/landpixel
Im laufenden Wirtschaftsjahr haben die ukrainischen Landwirte etwa 22,5 Millionen Tonnen Mais geerntet und könnten nach unterschiedlichen Schätzungen 12,5 bis 14 Millionen Tonnen (Mio. t) Mais exportieren. Dies wäre im Vergleich zum Vorjahr (fünf Millionen Tonnen) mehr als eine Verdoppelung der Ausfuhren und katapultiert das Land am an Brasilien vorbei gemeinsam mit Argentinien auf Position zwei der größten globalen Maisexporteure.
 
Gleichzeitig übertrifft der ukrainische Maisexport damit erstmals auch die Ausfuhr von Weizen (sechs Millionen Tonnen). Daran dürfe sich auch im nächsten Jahr erst recht nichts ändern, denn die ukrainische Weizenernte wird wohl sogar ein Drittel kleiner ausfallen (Auswinterung) als in diesem Jahr.

Weitere Ausweitung des Maisanbaus

Ukrainische Analysten rechen vor dem Hintergrund der Auswinterungsschäden bei Weizen und der hohen Weltmarktpreise mit einer weiteren Ausweitung des Maisanbaus. Die Anbaufläche von jetzt 3,5 Millionen Hektar hat bereits gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel zugenommen. Damit würden auch die Exporte weiter wachsen und könnten nach ersten Schätzungen mindestens 14 bis 15 Millionen Tonnen erreichen. Diese Exportmenge erwarteten jedenfalls Fachleute der Staatlichen Nahrungsmittel und Getreide Kooperation der Ukraine.
 
Das Landwirtschaftsministerium ging dieser Tagen von einem Umbruch bei den Wintersaaten von insgesamt 3,5 Millionen Hektar aus, was in etwa diesjährigen Maisfläche entspricht und erhebliches Potential für eine Anbauausweitung bei Mais birgt.

Exporte nach Asien und Europa

Dr. Olaf Zinke/Marktanalyst dlv
Aufgrund der vergleichsweise niedrigen ukrainischen Maispreise hat die Ukraine auch den weltweit größten Exporteur USA erhebliche Marktabteile abgejagt. Zu den wichtigsten Abnehmern von ukrainischem Mais gehörten bis zum Jahresende Ägypten mit 1,2 Millionen Tonnen, Japan mit 800.000 Tonnen, Spanien mit 700.000 Tonnen und der Iran mit 360.000 Tonnen.
 

Ukraine: Landwirtschaft (fast) ohne Fördergelder

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