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Mais

Umfrage: Maiszünsler-Befall bei 72,1 Prozent kein Problem

© Havers/LWK Niedersachsen
von , am
29.07.2013

In unserer Umfrage haben wir uns für die Schäden durch den Maiszünsler im letzten Jahr interessiert. Lediglich 11,9 Prozent der Teilnehmer hatten hohe wirtschaftliche Schäden.

Maiszünslerlarve im Stängel einer Maispflanze. © Gerd Spelsberg/ www.bosicherheit.de
Wenn Maisfelder vom Maiszünsler befallen sind, sind die Auswirkungen für Viehhalter und Biogasanlagenbetreiber verheerend. Die Folgen sind neben verminderter Futtermittelqualität durch erhöhte Mykotoxin-Gehalte und Ertragseinbußen auch mehrjährige Anbauverbote rund um die befallenen Flächen. Nach Berechnungen der früheren Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (heute Julius-Kühn-Institut) verursacht der Maiszünsler jährlich einen Schaden von elf bis zwölf Millionen Euro. In unserer agrarheute.com-Umfrage wollten wir daher wissen, wie hoch der Schaden durch den Maiszünsler im letzten Jahr bei Ihnen war.

11,9 Prozent der Teilnehmer hatten hohe wirtschaftliche Schäden

Umfrage-Ergebnis
338 oder 72,1 Prozent der Umfrage-Teilnehmer gaben an, dass der Maiszünsler in ihrer Region kein Problem darstelle. Bei 56 oder 11,9 Prozent der User dagegen war der Befall hoch und der wirtschaftliche Schaden lag im zweistelligen Bereich. 38 Teilnehmer oder 8,1 Prozent gaben an, dass der Befall gering war und sie durch Kontrollen rechtzeitig reagieren konnten. Weiter 37 oder 7,9 Prozent gaben an, dass der Befall gleichbleibend und eine Pflanzenschutzmaßnahme schon länger Standard sei. Insgesamt haben 469 agrarheute.com-User an der Umfrage teilgenommen.

Ausbreitung von Süd nach Nord

In Deutschland hat sich der Maiszünsler von Bayern und Baden-Württemberg aus kontinuierlich weiter nach Norden ausgebreitet und inzwischen in Mecklenburg-Vorpommern die Ostseeküste erreicht. 2006 wurde erstmals auch in Niedersachsen Maiszünsler-Befall festgestellt. Hier ist der Schädling bereits bis nach Lüchow-Dannenberg vorgedrungen. In Nordrhein-Westfalen verläuft die Befallsgrenze nördlich von Münster, erreicht im Westen den Kreis Borken bei Heek und im Osten das Lipper Land. Vom Schädling betroffen ist seit 2010 nun auch Schleswig-Holstein.
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