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Pflanzenbau-Ratgeber

Unterfußdüngung beim Mais: Die richtige Menge Phosphat

Maispflanze auf Acker
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
11.04.2017

Für einen erfolgreichen Maisanbau ist eine zügige Jugend-Entwicklung von großer Bedeutung. Phosphat sichert dabei eine gute Wurzelentwicklung.

Die Folge eines Phosphat-Mangels beim Mais ist unter anderem eine schlechtere Wurzelentwicklung. Zudem können die Maispflanzen die Nährstoffe schlechter ausnutzen. Wie die Pflanzenbauexperten von effizientdüngen, einer Tochter der Yara GmbH, schreiben, wird in der Praxis häufig damit argumentiert, dass sich Entwicklungs-Unterschiede in der Jugend beim Mais "herauswachsen". Laut effizientdüngen würden sich diese jedoch oftmals in Ertrags-Unterschieden niederschlagen.

Düngestrategie bei überhöhtem Phosphat-Saldo

Anders liege der Fall für einen Betrieb mit überhöhtem Phosphat-Saldo. Hier passe auch die klassische Unterfußdüngung mit Diammonphosphat (DAP) 18-46 nicht in die Düngestrategie, da zum einen mit einer Dezitonne DAP 18/46 je Hektar 46 Kilogramm Phosphat ausgebracht werden und dazu noch die Gülle komme. In der Regel werden bereits mit 25 Kubikmeter Schweinegülle 60 bis 70 Kilogramm Phosphat je Hektar ausgebracht. In der Summe werde in diesem Fall schon jetzt mehr Phosphat gedüngt als die Pflanzen entziehen, was sich negativ auf die Phosphat-Bilanz des Betriebes auswirke.

Laut effizientdüngen ist die Unterfußdüngung des Maises nicht dafür konzipiert worden, die Pflanzen ausschließlich über diesen Weg mit Phosphat zu versorgen. Die Zielsetzung laute vielmehr, den Mais in seiner Jugend-Entwicklung zu fördern. Deswegen sollte in der Jugendentwicklung standortangepasst gedüngt werden und den Pflanzen neben Stickstoff und Phosphat auch nötige Spurennährstoffe zugeführt werden.

Wichtige Spurennährstoffe beim Mais: Bor und Zink

  • Der Spurennährstoff Bor regt die Pflanzen dazu an, Wurzeln zu bilden. Dadurch können sich die Pflanzen die im Boden unbeweglichen Nährstoffe besser erschließen. Bor spielt aber auch noch in der generativen Phase eine bedeutende Rolle für die Fruchtbarkeit der Maispflanzen. Fehlt Bor, bilden sich einige Körner auf der Spindel nicht vollständig aus.
  • Zink ist wichtig für das Längenwachstum der Pflanze. Ein lang gewachsener Mais bringt mehr Biomasse. Fehlt es, kann die Pflanze ihre Biomasse nicht richtig aufbauen und es kommt zu kleinwüchsigen Pflanzen mit niedriger Masseausbeute. Biogas-Mais ist davon besonders betroffen, da hierbei neben dem Energie- Gehalt auch die geerntete Masse eine wichtige Rolle spielt.
Mit Material von effizientdüngen
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