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Mais

USA: Heftiger Preisrutsch bei Mais und Soja

von , am
25.07.2013

In den USA haben überraschend kräftige Niederschläge in den wichtigsten Anbaugebieten am Dienstag zu einem heftigen Preisrutsch bei Mais und Soja geführt. Auch die Weizenpreise gaben kräftig nach.

© Wirepec/fotolia
Die US-Maispreise fielen sogar auf den niedrigsten Stand seit zweieinhalb Jahren. In der Folge wurden auch die Getreidepreise in Europa mit nach unten gezogen.
 
Ausgiebige und über den Erwartungen liegende Regenfälle in Iowa, dem wichtigsten Anbaustaat von Mais und Soja in den USA, haben am Dienstag für einen kräftigen Rutsch der Mais- und Sojapreise an den US-Börsen sowie am US-Kassamarkt gesorgt. Auch in anderen wichtigen Anbaustaaten wie Illinois, Missouri, Indiana und Ohio gab es reichlich Regen. Außerdem werden für die nächsten fünf bis 10 Tage kühles Wetter und weitere Niederschläge vorhergesagt. Dies ist vor allem für die derzeitige Bestäubungsphase (Pollination) beim Mais entscheidend. Dabei geht es unter anderem um die Ausbildung der Körner und damit um das Ertragspotential.

Mais fällt auf tiefsten Stand seit 33 Monaten

Am US-Terminmarkt gaben vor den Hintergrund der deutlich verbesserten Wachstumsbedingungen für Mais und Soja die Preise deutlich nach. Bei Soja begannen die Farmer nach dem Preisrutsch an den Terminmärkten zudem verstärkt Soja aus den noch vorhandenen Lagerbeständen zu verkaufen und setzten die Preise damit zusätzlich unter Druck. Am Ende gaben die Maispreise für den derzeitigen Frontmonat September am US-Terminmarkt um rund 3,5 Prozent (%) auf umgerechnet 145 Euro/t nach. Das wäre der tiefste Stand seit rund 33 Monaten oder zweieinhalb Jahren. Der Dezembertermin rutschte um 2,6 % auf umgerechnet knapp 135 Euro/t.

Fallende Preise auch bei Soja und bei Weizen

Autor: Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Bei Soja sorgen die besseren Wachstumsbedingungen und der Verkaufsdruck am Kassamarkt sogar für einen Preisrückgang von fast 4 % auf umgerechnet 406 Euro/t für den Augusttermin (alte Ernte). Die neue Ernte (November) fiel um 2,3 % auf umgerechnet 350 Euro/t. Im Zuge der nachgebenden Preise für Mais und Soja rutschten auch die Kurse für Weizen mit nach unten. Der in Chicago gehandelt Weizen (SRW) der neuen Ernte gab ebenfalls um gut 1 % auf umgerechnet 181 Euro/t nach. Auch in Europa hatten die Weizenpreise am Dienstag um mehr als zwei Euro nachgegeben und der Novemberkontrakt konnte gerade noch die Marke von 190 Euro/t halten. Auch die Maispreise für die neue Ernte gaben in Europa um drei Euro auf knapp 174 Euro nach.
 
 
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