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Mais

USDA: Maisproduktion steigt, Preise fallen

© Fritz/agrarheute.com
von , am
13.02.2013

In den USA geht der Maisanbau leicht zurück, bleibt aber auf einem sehr hohen Niveau. Das USDA rechnet nach dem vergangenen Dürrejahr mit einer Rekordernte in 2013. Die Preise fallen um ein Drittel.

© Schollen/landpixel.de
Beim weltweit größten Maisproduzenten und Exporteur USA werden die Farmer den Anbau von Mais wohl nicht weiter ausdehnen. Vielmehr geht der Maisanbau 2013 gegenüber dem Stand des letzten Jahres leicht zurück, bleibt zunächst jedoch noch relativ hoch. Dafür steigt bei durchschnittlichen Erträgen die Produktion - gegenüber dem Dürrejahr 2012 - sehr deutlich um mehr als ein Drittel an und könnte 2013 einen neuen Rekordwert erreichen.
 

Großes Angebot bewirkt Preisrückgang

Vor diesem Hintergrund nimmt der Maiseinsatz in der Tierfütterung ebenso zu wie der Export. Gleichzeitig verursacht der Angebotszuwachs einen kräftigen Rückgang der Preise, der in den nächsten Jahren dann zunächst einmal auch zu einem Produktionsrückgang führt. Zu diesen Ergebnissen kommt das US-Landwirtschaftsministerium im Rahmen ihres jetzt veröffentlichten langfristigen Marktausblicks.

Neue Rekordernte erwartet

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Die Anbaufläche von Mais in den USA wird nach Einschätzung des USDA in diesem Jahr nicht weiter zunehmen. Anders als zuvor private Analystenhäuser (Informa), senken die USDA-Experten die für die kommende Saison erwartete Anbaufläche leicht 39,2 Millionen Hektar (Mio. ha) auf 38,9 Mio. ha. Damit bleibt der Maisanbau 2013 auch im historischen Vergleich noch immer sehr hoch. Der leichte Anbaurückgang hindert die US-Farmer jedoch nicht daran, eine neue Rekordernte einzufahren. Diese dürfte bei durchschnittlichen Erträgen um 35 Prozent (%) auf 367 Mio. t ansteigen und die bislang größte US-Maisernte überhaupt werden. Die Folge wäre eine Zunahme der Exporte um fast 50 % auf 43 Mio. t.

Preise fallen 2013 um ein Drittel

Eine weitere Folge des kräftigen Angebotszuwachses wäre, neben den ebenfalls deutlich wachsenden Endbeständen, ein kräftiger Preisrückgang. Das USDA schätzt das durchschnittliche Preisniveau für das Wirtschaftsjahr 2012/13 auf nur noch 146 Euro pro Tonne (Euro/t) nach 209 Euro/t im laufenden Jahr. Für die neue Ernte wäre dies ein kräftiger Preisrückgang von etwa 30 %. Für die Jahre danach erwarte das USDA einen weiteren Rückgang der Anbaufläche und auch einen noch stärkeren Preisrückgang.
 
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