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Mais

USDA: Rekordernte und Rekordexporte bei Mais

von , am
11.05.2012

Die kommende globale Maisernte könnte nach der Mai-Prognose des USDA um 75 Millionen auf 946 Millionen Tonnen wachsen. Damit wäre ein neuer Rekordwert erreicht.

In weiten Teilen Niedersachsens startet die Maisernte 2015 erst noch. © Mühlhausen/landpixel
Gleichzeitig soll der Verbrauch um 50 auf 921 Millionen Tonnen zunehmen (vor allem in China) und ist damit (anders als beim Weizen) rund 25 Millionen Tonnen (Mio. t) kleiner als die Produktion.
 
Damit wachsen die Bestände auf den höchsten Wert (152 Mio. t) seit 13 Jahren. Auch der Welthandel wird erstmals auf mehr als 100 Mio. t ansteigen. Der Einsatz von Mais für die Bioethanolherstellung soll allerdings stagnieren oder geht sogar etwas zurück.

Starke Anbauausweitung in den USA

Verantwortlich für den globalen Produktionszuwachs ist vor allem die Anbauausweitung in den USA, in Verbindung mit einem sehr frühen Saisonbeginn und bislang sehr guten Aufwuchsbedingungen. Die Anbaufläche in den USA wächst immerhin um zwei Millionen Hektar auf 36 Millionen Hektar und die US-Produktion könnte um 61 Mio. t auf 375 Mio. t zunehmen. Die frühe und schnelle Aussaat verspricht zudem hohe Erträge und eine frühe Ernte.
 
Am 6. Mai waren bereits 71 Prozent (%) des geplanten Mais im Boden im Vergleich zu 32 % im letzten Jahr und 47% im langjährigen Mittel.
 
Im Vergleich dazu relativ moderate Produktionssteigerungen erwartet das USDA zudem in
  • Argentinien,
  • der Ukraine,
  • Mexiko,
  • China und in
  • Südafrika.
Zudem könnte auch Brasilien seine diesjährige Rekordproduktion wiederholen.

EU-Ernte etwas kleiner

Dr. Olaf Zinke/Marktanalyst dlv
In der EU soll die Rekordernte des Vorjahres (64,6 Mio. t) mit 63 Mio. t nur leicht verfehlt werden. Das liegt vor allem an den niedrigeren Erträgen, denn die Anbaufläche erreicht mit 9,1 Millionen Hektar einen neuen Rekordwert. Während das USDA aber für Frankreich, Italien und Rumänien etwa gleich große Produktionsmengen wie im letzten Jahr erwartet, führt die anhaltende Trockenheit in Ungarn zu einer deutlich Produktionsrückgang von gut einer Million auf sieben Millionen Tonnen.
 
Für Deutschland hatte der DRV wegen der umgebrochen Wintergetreideflächen eine Flächenausweitung im Vergleich zum Vorjahr und eine Maisproduktion von knapp fünf Millionen Tonnen erwartet. Das USDA hat explizit keine Zahlen ausgewiesen, dürfte jedoch von einer ähnlichen Größenordnung ausgehen. Für die Gesamt-EU erwartet das USDA einen etwas größeren Importbedarf von sechs Millionen Tonnen (+ 1 Mio. t) und Exporte von etwa zwei Millionen Tonnen.

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