Login
Mais

USDA-Report: Deutlich mehr Mais verfüttert

von , am
14.01.2013

Der Maismarkt reagierte mit kräftigen Preisaufschlägen auf die Daten des neuen USDA-Reports. Auslöser dürfte die sehr kräftige Zunahme des Verbrauchs in den USA und der damit verbundene überraschend kräftige Abbau der Bestände sein.

© Andreas Dück/aboutpixel.de
In den USA wurde im bisherigen Jahresverlauf weitaus mehr Mais verfüttert als angesichts der hohen Preise erwartet wurde. In der Folge geht zwar auch der US-Export deutlich zurück, diese Lücke füllen jedoch die beiden südamerikanischen Anbieter mit Top-Ernten und größeren Ausfuhrmengen.

Kräftige Preisaufschläge an allen Handelsplätzen

Der Terminmarkt in Chicago hat auf die offensichtliche Verknappung der Versorgungslage in den USA bereits am Freitag mit kräftigen Preisaufschlägen reagiert. Am Ende des Handelstages hat sich Mais um 1,4 Prozent (%) verteuert und am Montag kletterte der Preis im vorbörslichen elektronischen Handel sogar um zwei Prozent.
 
In Europa legten die Maispreise am Montag nach Eröffnung der Matif ebenfalls um 1,7 % (rund vier Euro) zu.

US-Bestände schrumpfen drastisch

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
In den USA sind die quartalsweise erfassten Lagerbestände im Dezember im Vergleich zum Vorjahr um 17 % zurückgegangen. Grund war die deutlich über den bisherigen Erwartungen liegende Nachfrage aus der Tierproduktion. Vor diesem Hintergrund rechnet das USDA mit einer um eine Million Tonnen größeren Abnahme der Jahresendbestände in den USA auf 15,3 Mio. t. Gleichzeitig wurden die US-Maisexporte sehr deutlich um fünf Millionen Tonnen auf 26 Mio. t reduziert.
 
Mit dem ebenfalls erwarteten Produktionszuwachs in Folge der guten Witterungsbedingungen, können die beiden südamerikanischen Top-Exporteure ihre Ausfuhren kräftig ausbauen.
 
Auch interessant