Login
Mais

USDA-Report: Versorgung mit Mais wird wieder besser

von , am
11.02.2013

Beim weltweit wichtigsten Futtergetreide haben die Daten des neuen USDA-Reports die Preise nach unten gedrückt.

© landpixel
Unter anderem werden die Bestände in den USA am Ende des Wirtschaftsjahres deutlich größer sein als bislang erwartet. Ursache hierfür ist die nach wie vor einschränkte Wettbewerbsfähigkeit von US-Mais im Export. Hinzu komme die deutlich nach oben gesetzten Ernte- und Exporterwartungen für Brasilien und die (trotz Trockenheit) unverändert guten Prognosen für Argentinien. Sollten sich diese Prognosen bestätigen, würde Brasilien die USA sogar als Maisexporteur überholen.
 
Preisdruck geht zudem von den für den 22. Februar erwarteten Daten zur Anbauplanung der US-Farmer für 2013 aus.

Preise geben nach

An den intentionalen Märkten sind die Maispreise vor dem Hintergrund einer sich in den nächsten Wochen wahrscheinlich deutlich verbesserten Versorgung nicht nur heute und letzten Freitag gefallen sondern die Maispreise standen bereits im Vorfeld des neuen USDA-Reports unter Druck.
 
Innerhalb einer Woche gaben die Exportpreise um etwa drei Prozent (%) nach. In den USA haben die anhaltende Probleme beim Export jetzt zu einer deutlichen Rücknahme der erwarten Ausfuhrmenge um zwei Millionen Tonnen (Mio. t) auf 24 Mio. t geführt.

US-Bestände größer als erwartet

Wegen der schwächeren Exporte und rückläufigen Nachfrage der Ethanolindustrie wachsen die Endbestände (gegenüber dem Vormonat) um 0,7 Mio. t fast fünf Prozent auf 16 Mio. t an. Allerdings ist die Versorgung in den USA damit immer noch relativ eng, denn im Vorjahr lagen die Endbestände bei 25 Mio. t und vor drei Jahren sogar bei 43 Mio. t.
 
Informationen übe die neue Ernte und die Anbauplanung der US-Farmer wird es am 22. Februar geben. Analysten erwarten eine weitere deutliche Anbauausweitung.

Brasilien wird größter Maisexporteur

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Preisdruck ging auch von den aktualisierten Daten aus Südamerika aus. Dort hat das USDA die erwartete Gesamternte für Brasilien jetzt um 1,5 Mio. t auf 72,5 Mio. t nach oben gesetzt. Damit erreicht die Produktion fast den Rekordwert des Vorjahres und übertrifft mit 24,5 Mio. t die erwartete Exportmenge von Januar um zwei Millionen Tonnen. Gleichzeitig würde Brasilien damit vor den USA zum größten Maisexporteur der Welt aufsteigen und außerdem seine Ausfuhrmenge von 2011 um mehr als doppelte übertreffen.

EU nach Japan größter Importeur

Kräftig nach oben gesetzt hat das USDA den Importbedarf der EU. Während man im Januar noch Einfuhren von acht Millionen Tonnen erwartete sind es im aktuellen USDA-Report bereits zehn Mio. t. Das ist eine Million Tonnen mehr als die EU-Kommission Ende Januar erwartete. Der größte Teil der GVO-freien Importe wird in der der Ukraine gekauft.
 
Die EU ist mit einem Importvolumen von zehn Millionen Tonnen nach Japan (15. Mio. t) und noch vor Mexiko (8,5 Mio. t) und Korea (acht Millionen Tonnen) der zweitgrößte Maisimporteur der Welt.
Auch interessant