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Mais

USDA/Mais: Verbrauch von Futtermais auf Rekordstand

von , am
11.03.2013

Die Maispreise haben nach der Veröffentlichung des neuen USDA-Reports kräftig zugelegt. Der Verbrauch von Mais als Futter liegt deutlich über den Erwartungen, was mit zu den Preissteigerungen beiträgt.

Hefen und bestimmte Schimmelpilze in der Maissilage bekommt man nur mit Siliermitteln in Griff. © Mühlhausen/landpixel
In den USA schlossen die Kurse am Freitag fast zwei Prozent höher und auch im elektronischen Übernachthandel legten die Preise weiter zu. Ein Grund für die Preisaufschläge war der deutlich über den bisherigen Erwartungen liegende Verbrauch von Mais in der Tierfütterung der USA (aber auch weltweit).
 
Trotz einer 40 Millionen Tonnen (Mio. t) kleineren Maisernte als im letzte Jahr liegt der Verbrauch von Futtermais in den USA auf dem Vorjahresstand. International erreicht der Verbrauch von Futtermais in diesem Wirtschaftsjahr (trotz kleinerer Ernte) sogar einen neuen Rekordwert.
 
Im Übrigen rückt wie bei Soja nun die Maisernte in Südamerika in den Fokus der Märkte. Von dort werden lauter Rekorde gemeldet.

US-Farmer verfüttern mehr Mais

Der Preisanstieg an den US-Märkten ist Ausdruck der starken Nachfrage nach Futtermais am US-Markt. Dort fließen mit 115 Mio. t im gesamten Wirtschaftsjahr rund zwei Millionen Tonnen mehr Mais in die Futtertröge als noch im Februar erwartet wurde.
 
Obgleich die amerikanische Farmer gut 40 Mio. t weniger Mais als im letzten Jahr geerntet haben, wird die gleiche Menge Mais verfüttert. Diese Entwicklung geht zum einen zu Lasten des Exports und zum anderen auch zu Lasten der Ethanolproduktion. 

Lauter Rekorde aus Südamerika

Rekordernten gibt es indessen in Südamerika. Trotz einer leichten Korrektur der argentinischen Ernte um 0,5 Mio. t auf 26,5 Mio. t nach unten (Trockenheit), ist dies immer noch die bislang größte argentinischen Ernte überhaupt.
 
Die brasilianische Produktion bleibt unverändert zum Vormonat mit 72,5 Mio. t in etwa auf dem Rekordstand des letzten Jahres (73 Mio. t). Mehr als die Hälfte der brasilianischen Produktion ist allerdings Wintermais (Safrina), der nach Soja als Zweitfrucht gepflanzt und dann ab Juni/Juli geerntet wird.

EU ist zweitgrößer Importeur

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Für die EU erwartet das USDA den Maisimport unverändert zum Vormonat bei zehn Millionen Tonnen und damit fast doppelt so hoch wie im letzten Jahr (sechs Millionen Tonnen). Grund ist die um fast 20 % (fast zehn Millionen Tonnen) kleinere Ernte.
 
Zudem verursacht der starke Export von Weizen einen größeren Bedarf an anderem Futtergetreide, wie zum Beispiel Mais und damit ebenfalls größere Importe.
 
In diesem Jahr ist die EU nach Japan (15 Mio. t) und noch vor Mexiko (8,5 Mio. t ) und Korea (7,5 Mio. t ) der zweitgrößte Maisimporteur der Welt. Wichtigste Lieferanten sind nach Informationen des USDA neben der Ukraine in diesem Jahr auch wieder Brasilien.
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