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Mais

Vegetationsreport: Bodenbearbeitung nach Mais

von , am
02.10.2013

Nach der Maisernte stehen die nächsten Schritte auf den Feldern an. Der Einsatz von Mulchgeräten verbessert die Bestellbedingungen und reduziert die Fusarienbelastung für die Folgekulur.

 
In diesem Jahr hat die Silo-Maisernte etwas früher begonnen und die Erträge sind nicht überragend hoch. Die Erträge liegen zwischen 30 und 58 Tonnen. Nach der Maisernte stehen die nächsten Schritte an - Mulchen, Bodenbearbeitung und vielleicht noch die Getreide-Aussaat im Herbst.
 
Für die Strohrotte, Krankheitsreduzierung (beispielsweise Fusarien, Blattkrankheiten) sowie Schädlingsreduzierung (beispielsweise Maiszünsler) ist das Zerkleinern und Einmischen der Maisstängel und Wurzelballen notwendig. Dafür sind besonders Mulchgeräte, Messerwalzen oder schwere Scheibeneggen geeignet. In der Praxis schnitten die Mulcher tendenziell am besten ab. Diese konnten je nach Bauart bis zu 85 Prozent der Stoppeln zerkleinern.

Einsatz von Mulchgeräten empohlen

Der Einsatz von Mulchgeräten verbessert die Bestellbedingungen und reduziert die Fusarienbelastung für die Folgekulur. Es gibt verschiedener Systeme
  • Schlegelmulcher (unterschiedlichen Schlegelarten stehen zur Auswahl),
  • Sichelmulcher (mit und ohne Gegenscheide),
  • Scheibeneggen,
  • Schneidwalzen.

Stängel vor Bodenbearbeitung zerkleinern

Unterflurhäcksler werden von den Herstellern noch nicht angeboten. Das Problem ist, dass sich die heruntergefahrenen beziehungsweise plattgefahrenen Maisstoppel nicht mehr zerkleinern lassen. Aus diesem Grund sollte so wenig wie möglich auf dem Feld rumgefahren werden.
 
Das Zerkleinern der Stängel muss vor der eigentlichen Bodenbearbeitung erfolgen, da Erde den Ablauf verschlechtert. Ein sofortiges Unterpflügen der Erntereste ist nicht vorteilhaft, weil eine Strohschicht entsteht, die selten vollständig verrottet. Daher sollte bei Pflugeinsatz das Stroh vorher in Krumentiefe eingemischt werden.
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