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Mais

Vegetationsreport: Jetzt auf Zünslerflug achten

von , am
10.07.2013

Der erste Flugbeginn des Maiszünslers (Ostrinia Nubilalis) wurde in den letzten Tagen in Deutschland festgestellt.


Verschiedene Warndienste der Bundesländer informieren weiterhin über den Zuflug und die Eiablage des Zünslers, dies geschieht durch Überwachung mittels Licht- oder Pheromonfallen. Bei weiterhin warmen Temperaturen kann das Auftreten des Zünslers stark zunehmen. Ein Weibchen kann rund 50 Eigelege auf Blättern - in der Regel auf der Blattunterseite - ablegen. Die Larven schlüpfen etwa zehn Tagen nach der Eiablage. Eine anschließende feucht-warme Witterung begünstigt die Entwicklung der Larven des Falters. Die Larven fressen sich in die Maisstängel und verursachen die bekannten Schäden an den Maispflanzen (abknickende Stängel, Ertragsverluste, etc.).
 
Der Maiszünsler hat sich in den letzten Jahren von Bayern und Baden-Württemberg aus kontinuierlich nach Norddeutschland ausgebreitet. Der Falter hat in Deutschland wenig natürliche Feinde, die Maisanbauflächen nehmen zu und somit breitet er sich immer weiter aus. 

Biologische und chemische Bekämpfung

Die Bekämpfung des Maiszünslers ist nicht einfach. Die Anforderungen an Applikationstechnik, Termin und Mittel sind hoch. Der Falter kann in Deutschland mittels chemischer (Insektizide) oder biologischer Verfahren bekämpft werden. Zu den biologischen Verfahren zählt unter anderem der Einsatz von Trichogramma (Schlupfwespen) oder von Bodenbakterien (Bacillus thuringiensis). Diese sollten ab Flugbeginn eingesetzt werden. Der richtige Zeitpunkt für die Ausbringung von Kärtchen, Kapseln oder Plättchen mit Trichogramma-Puppen ist schwierig zu ermitteln. Eine Licht- oder eine Pheromonfalle kann hierbei helfen. Eine Lichtfalle dient zum Einfangen nachtfliegender Insekten.
 
Insektizide können etwas später, zum Flughöhepunkt des Zünslers und somit Beginn des Larvenschlupfes, eingesetzt werden. Für die Bekämpfung mit chemischen Insektiziden stehen zwei Wirkstoffe zur Auswahl. Die Wirkungsdauer nimmt bei hohen Temperaturen ab, dabei ist das Methoxyfenozid etwas temperaturunabhängiger. Die Insektizidspritzung muss den Bestand durchdringen, aus diesem Grund sind hohe Anforderungen an die Applikationstechnik gestellt.
 
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