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Mais

Vegetationsreport: Zuflug des Maiszünslers beachten

von , am
16.07.2014

In vielen Regionen wurde in den letzten Wochen der Flughöhepunkt des Maiszünslers (Ostrina nubilalis) erreicht. Auf was es jetzt zu achten gilt, erfahren Sie im aktuellen Vegetationsreport.

Verschiedene Warndienste der Bundesländer informieren weiterhin über den Zuflug und die Eiablage des Zünslers durch Aufstellen von Licht- bzw. Pheromonfallen. Bei weiterhin warmen Temperaturen kann das Auftreten des Zünslers stark zunehmen. Der Falter hat in Deutschland wenig natürliche Feinde, die Maisanbauflächen nehmen zu und somit breitet er sich immer weiter aus. Es kann ein Ertragsverlust von 10 bis 30 Prozent durch zwei bis drei Raupen pro Pflanze laut Untersuchungen der Bayrischen Landesanstalt entstehen.
 
Die Weibchen legen Eier auf der Blattunterseite ab. Die Larven schlüpfen etwa 14 Tagen nach der Eiablage. Eine anschließende feucht-warme Witterung begünstigt die Entwicklung der Larven des Falters. Die Larven fressen sich in die Maisstängel und verursachen die bekannten Schäden an den Maispflanzen (abknickende Stängel, Bohrlöcher etc.).

Bekämpfung

Die Anforderungen an Applikationstechnik, Termin und Mittel sind für einen guten Bekämpfungserfolg hoch. Der Falter kann in Deutschland mittels chemischer (Insektizide) oder biologischer Verfahren bekämpft werden. Zu den biologischen Verfahren zählt u.a. der Einsatz von Trichogramma (Schlupfwespen) oder von Bodenbakterien (Bacillus thuringiensis). Diese sollten ab Flugbeginn eingesetzt werden. Insektizide können etwas später - zum Flughöhepunkt des Zünslers und somit Beginn des Larvenschlupfes - eingesetzt werden. Außerdem kann der Zünsler durch das "biologische Insektizid" Bacillus thuringiensis bekämpft werden. Die Larven nehmen die Bakterien beim Fressen des Blattgewebes auf.
Für die Bekämpfung mit chemischen Insektiziden stehen vier Wirkstoffe (Indoxacab, Methoxyfenozid, Rynaxypyr und Spinoad) zur Verfügung. Die Wirkungsdauer der Insektizide ist begrenzt und ein später Befall kann bei zu früher Anwendung nicht verhindert werden. Die Insektizidspritzung muss den Bestand durchdringen, aus diesem Grund werden hohe Anforderungen an die Applikationstechnik gestellt. 
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