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Maisaussaat

Vorsicht Nachtfröste: Wo und wie lange sie die Maiskeimlinge gefährden

AF_Saat-Mais-Doppelreihe
am Freitag, 12.04.2019 - 06:01

Bis etwa Mitte April soll das Wetter noch kalten Nordostwind bringen. Dabei drohen Nachtfröste und sinkende Bodentemperaturen. Beides verkraften Maiskeimlinge nicht. Warten Sie mit der Saat bis nach Ostern.

Die derzeitigen Wettervorhersagen bis Mitte April deuten auf Nord-Ostströmungen mit trockenen Temperaturen hin, die recht kühl bleiben. So ist mit Nachtfrösten und sinkenden Bodentemperaturen zu rechnen.

Beide sind für den empfindlichen Maiskeimling gefährlich. Nach Auskunft des Deutschen Maiskomitees (DMK) ist deshalb mit der Maisaussaat noch bis nach der zweiten Aprildekade zu warten.

Der Boden muss ausreichend erwärmt sein

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und des Deutschen Maiskomitees (DMK) ist der Boden in etlichen gebieten bereits weit erwärmt.

  • Im Osten Deutschlands hat die Bodentemperatur flächendeckend bereits Werte von 10 °C und mehr erreicht.
  • Im Norden und im Westen liegen sie ebenfalls über dem für die Maisaussaat kritischen Wert von 8 °C.
  • In Bayern gilt das genauso. Dort liegen sie vielfach ebenfalls über 8 °C.
  • In Baden-Württemberg und in Höhenlagen liegen die Bodentemperaturen dagegen noch knapp unter 8 °C.

Vorhersage von Bodentemperatur und -feuchte für den 16. April 2019

Die Dürre aus 2018 wirkt noch nach

Durch die Trockenheit 2018 sind die Wasservorräte im Boden noch nicht wieder komplett aufgefüllt. Sie liegen

  • im Osten gegenwärtig zwischen 30 und 80 % nutzbarer Feldkapazität (nFK),
  • im Süden bei 50 bis 80 % nFK.
  • im Westen über 80 % nFK
  • in Niedersachsen teilweise über 105 % nFK.

Die ergiebigen Regenschauer der vergangenen Wochen haben die Wasservorräte besonders an der Nordseeküste und in den westdeutschen Bundesländern wieder aufgefüllt. Die vorhergesagte trockene Witterung wird aber wohl weiter an den Wasservorräten zehren.

Mit Material von DWD, DMK

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