Login
Pflanzenbau

Vorurteil widerlegt: Von wegen "vermaistes" Land

AF_Mais ein Blatt
Thumbnail
Karl Bockholt, agrarheute
am
24.04.2018

Die Behauptung, Deutschlands Äcker "vermaisen", ist ein Vorurteil. In den meisten Regionen Deutschlands prägt der Maisanbau die Landschaft jedenfalls nicht nachhaltig. Das zeigen die aktuellsten Daten der Agrarstrukturerhebung aus den Landkreisen.

Etliche Hochburgen

Die Daten zum Maisanbau aus der Agrarstrukturerhebung aus den Landkreisen besagt, dass folgende Flächenanteile mit der Futterpflanze belegt sind:

  • In 329 von 402 Kreisen steht die Mais auf weniger als 20 Prozent der Nutzfläche.
  • In 50 Landkreisen erreichte ihr Anteil 20 bis 30 Prozent.
  • In 16 Kreisen sind es 30 bis 40 Prozent.
  • Maisanteile zwischen 40 und 47 Prozent verzeichneten gerade mal sieben Landkreise. Der „Maximalwert“ liegt bei 47 Prozent.

Das Deutsche Maiskomitee hat die Strukturdaten in Karten übersetzt:

Zusammenhang des Maisanbaus mit Viehdichte

Mit Zahlen zum Grünlandanteil und zur Viehdichte zeigt sich: Die Intensität der Veredelung und der Anteil des Maisanbaus hängen eng zusammen. Das gilt vor allem im Westen von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Schleswig-Holstein. Oft sind die Regionen mit viel Grünland und intensiver Viehdichte auch diejenigen mit hohem Maisanteil auf relativ wenig Ackerflächen.

Mit Material von Deutsches Maiskomitee (DMK)

Das Mais-Experiment: Alte Sorten im Anbau

Ernte von rotem Mais
Maisernte mit Mähdrescher
Bunte und alte Maissorten
Maisernte mit Mähdrescher
Ernte von Mais
Bunter Mais im Anbau
Bunte Maiskörner alter Sorten
Reifenpanne bei Mähdrescher
Auch interessant