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Mais

Zehn neue gv-Maissorten vor der Zulassung

von , am
03.07.2013

Brüssel - Am 11. Juli stimmen die EU-Kommission und die Mitgliedsländer über die Zulassung von zehn neuen gentechnisch veränderten Maisvarianten ab. Darunter auch die umstrittene Sorte SmartStax.

© marshi/aboutpixel.de
Die EU-Kommission und die Repräsentanten der EU-Mitgliedsländer wollen am 11. Juli erneut über die Zulassung von SmartStax, einem gentechnisch veränderten Mais für Futter- und Lebensmittel, abstimmen.
 
Der gentechnisch veränderte Mais SmartStax der Firmen Monsanto und Dow AgroSciences produziert sechs verschiedene Insektengifte und ist gegenüber zwei Unkrautvernichtungsmitteln resistent.
 
Zusammen mit SmartStax wird auch über neun weitere ähnliche Gentechnik-Maisvarianten abgestimmt, die alle sowohl Insektengifte produzieren als auch gegen Unkrautvernichtungsmittel resistent gemacht wurden, darunter auch ein Mais, der unter der US-Marke Powercore vekauft wird. Zudem soll der Pollen des Gentechnik-Mais MON810 eine gesonderte Zulassung für die Verwendung in Lebensmitteln wie Honig erhalten.

Kritik: Zulassungsverfahren von wirtschaftlichen Interessen getrieben

Christoph Then von der gentechnikkritischen Organisation Testbiotech vermutet, dass die Zulassungsverfahren von wirtschaftlichen Interessen getrieben und wissenschaftliche Untersuchungen vernachlässigt werden: "Da die US-Konzerne wollen, dass dieser Mais ohne Probleme in die EU importiert werden kann, bringt die EU-Kommission ihn zur Zulassung und redet die Risiken klein."
 
SmartStax und Powercore wurden 2010 von der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA positiv bewertet. Nach Aussage von Christoph Then hätten die dafür vorgelegten Dossiers jedoch erheblich Mängel aufgewiesen. Die Kombinationswirkungen der Toxine und der Spritzmittelrückstände sei nicht untersucht worden.
Deutschland hat sich in einer ersten Abstimmung im Juni enthalten. 
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