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Fusionsabsichten

Züchter Caussade und Euralis in Fusionsgesprächen

AF_Mais-Bauer
am
15.07.2019
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Die beiden französischen Züchtungsfirmen Caussade und Euralis prüfen einen möglichen Zusammenschluss. Das betrifft auch die deutschen Töchter.

Ein gemeinsamer Züchtungskonzern würde die Position der beiden Marken auf den EU-Märkten deutlich stärken. Betroffen wären auch die Tochterunternehmen in Norderstedt und Hamburg.

Die Vorstände Philippe Saux von Euralis und Pierre Flye Sainte Marie von Caussade haben den Beginn der Gespräche genehmigt. Ein möglicher Zusammenschluss der beiden ergäbe neue Perspektiven, besonders auf dem Markt für Mais und Sonnenblumen.

Über Euralis

Saux-Philippe-Euralis

Die Genossenschaft mit 12.000 Mitgliedern gehört französischen Landwirten Die Gruppe hat mehr als 5.000 Mitarbeiter in den Geschäftsfeldern Landwirtschaft, Investition & Entwicklung, Lebensmittel & Saatgut. Elf EU-Niederlassungen haben den Umsatz allein in den vergangenen fünf Jahren fast verdoppelt.

Die deutsche Tochter mit Sitz in Norderstedt entstand 2002 nach der Fusion von Rustica und Pau Saaten, ebenfalls eine französische Kooperative, und Euralis. Sie vertreibt Sorten von Mais, Raps, Sonnenblumen, Sorghum und Soja.

Jährlich werden 13 Prozent vom Umsatz in die Züchtung reinvestiert. Sichtbar wird das an zehn Zuchtstationen in Europa mit 500.000 Versuchsparzellen. Mit den Standorten Niederhummel, Dingelstedt und Geldern befinden sich drei davon in Deutschland.

Über Caussade

Flye-St.Marie-Pierre-Caussade

Caussade Semences entwickelt Genetik und Sorten vor allem für Mais, Getreide und Gräser sowie Sonnenblumen, aber auch Sorghum, Soja oder Lupinen. Insgesamt werden rund 60 Arten züchterisch bearbeitet, rund 500 Sorten als eigene Produkte vermarktet.

Verbreitet ist die Genetik in mehr als 35 Ländern. Das Unternehmen beschäftigt rund 500 Mitarbeiter weltweit, davon etwa 300 in Frankreich. Der Konzernumsatz 2016/17 lag bei etwa 140 Mio. Euro.

Jährlich gehen 14 Prozent vom Umsatz in Forschung und Entwicklung. Von elf Forschungsstandorten sind sieben in Europa und vier international angesiedelt. In vier Fabrikanlagen, davon drei in Frankreich und eine in Rumänien, wird das Saatgut aufbereitet.

Mais, Sorghum, Sonnenblumen und mehr

Mit Euralis als führendem EU-Saatgutanbieter für Sonnenblumen hatte zuletzt BASF eine Vertriebsvereinbarung unterzeichnet. Das Ziel: innovative Hybridsorten unter anderem auch mit Clearfield-Technologie. Erste Markteinführungen werden für 2020 erwartet.

 

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