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Maisdüngung und der Einsatz von Wachstumsregulatoren

von , am
13.04.2011

Mais gerät bei Nährstoffen, die lediglich durch Interception zur Wurzel gelangen, schnell ins Hintertreffen. Wie Sie richtig reagieren, lesen Sie im Vegetationsreport.

Unterfußdüngung im Mais
 
Der Mais reagiert sehr positiv auf eine Düngerplazierung. Auf den meisten Standorten ist die Unterfußdüngung bei Mais ein "Muss". Denn der Mais hat ein sehr schlechtes Nährstoffaneignungsvermögen. Insbesondere Nährstoffe, welche lediglich durch Interception zur Wurzel gelangen, kommen häufig ins Hintertreffen. Aus diesem Grund sind die höchsten Wirkungsgrade mit einer phosphorbetonten Unterfußdüngung zu erzielen. Kombinationen mit Zink haben sich bewährt.
 
Bei der Stickstoffversorgung im Düngerband ist auf die Form zu achten. Nitrathaltige Düngermittel können die Entwicklung negativ beeinflussen. Bewährt haben sich Ammonium- und Amiddünger. Da sich Feinwurzeln zu höheren P-Konzentrationen bewegen, sollte die P-Versorgung im Band begrenzt werden. Je nach Standort haben sich 50 bis 70 Prozent des Gesamtpflanzenentzugs bewährt. Im Bereich der Spurenelemente haben insbesondere das Zink, das Bor und das Kupfer klare Vorteile im Düngerband.

Wachstumsregulatoren an die Witterung anpassen

Die Wirkung der Wachstumsregulatoren verstärkt sich mit zunehmender Höhenlage. So muss die Aufwandmenge in Mittelgebirgslagen, welche über 500 m hoch liegen, um bis zu 50 Prozent im Vergleich zu Gebieten, welche nur 100 Meter hoch liegen, reduziert werden. Die Wirkung wird auch von den Temperaturen beeinflußt. Je höher die Temperaturen sind, desto schneller wirken die Wachstumsregulatoren. So sind für den Einsatz von CCC Tagestemperaturen von mindestens 10 °C, für das Moddus von 12 °C und für das Ethephon von etwa 15 °C nötig. Bei niedrigeren Temperaturen kann die Wirkung vom CCC durch Additive (z.B. Li 700) verbessert werden.
 
Muss nach dem Einsatz von Wachstumsreglern mit Trocken- oder Hitzestreß gerechnet werden (leichte Böden), müssen die Aufwandmengen der lang anhaltenden Wachstumsregulatoren stark verringert werden.
 
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Vegetationsreport 2011: Wichtige Maßnahmen bei schwierigem Weizen
 
 
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