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Mais/Soja: Weitere Preisrallye nach Wachstumsbericht

© landpixel
von , am
20.08.2013

Das US-Landwirtschaftsministerium hat in seinem neuen Monitoring sowohl Mais, als auch Soja einen schlechteren Zustand bescheinigt als in der Vorwoche. Die Terminmärkte reagierten.

Mit Verlusten von 12 Cent liegt die Sojabohne wieder unter der wichtigen 10-Dollar-Marke. © hapo/landpixel
In den USA hat es am Montag bei Mais und Soja einen kräftigen Preissprung gegeben. Die Maispreise kletterten um fast fünf Prozent (%) auf den höchsten Stand seit vier Wochen. Die Weizenpreise legten um 1,5 % zu und Soja verteuerte sich am US-Terminmarkt Terminmarkt um 3,5 % und befindet sich damit wieder auf einem Preisniveau von Juli.
 
In Kanada verteuerte sich zudem der dort gehandelte Raps/Canola mit den Sojapreisen um rund 3,5 % und erreichte damit ebenfalls ein vier-Wochenhoch.

Crop-Monitoring bestätigt Probleme

Ursächlich für den starken Preissprung waren die Daten aus dem aktuellen Crop-Monitoring des USDA, das Mais und Soja einen durchweg schlechteren Zustand bescheinigte wie in der letzten Vorwoche. Gleichzeitig wurde bestätigt, dass der Entwicklungszustand bei Mais und beim Soja zeitlich deutlich hinter dem Vorjahr und auch hinter dem langjährigen Mittel liegt.
 
Grund für die Verschlechterung der Konditionen ist der ausbleibende Niederschlag, in Verbindung mit den zuletzt wieder deutlich zunehmenden Temperaturen. (Gleiches gilt natürlich für Soja wo sich noch 62 % der Pflanzen in gutem oder sehr gutem Zustand befinden, nach 64 % in der letzten Woche jedoch nur 31 % im letzten Jahr).
 
Hinzu kommt, das wegen der widrigen Witterungsbedingungen im Frühjahr die Aussaatfläche vor allem beim Mais und beim Soja kleiner ist als das USDA bisher unterstellt hat.

Zuschläge bei Mais

Am Terminmarkt in Europa ging der Mais gestern ebenfalls mit einem Aufschlag von zwei Prozent (knapp 169 Euro) aus dem Handel. In Deutschland lagen die Maispreise im Großhandel aktuell zwischen 210 Euro und 220 Euro. In Frankreich bewegten sich die aktuellen Maispreise um 190 Euro und die neue Ernte kostete in Frankreich etwas mehr als 160 Euro. Am heutigen Dienstag gaben die Maispreise im vorbörslichen elektronischen Handel einen Teil ihrer gestrigen Gewinne wieder ab.

Weizen wird erneut mitgezogen

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Mitgezogen wurde von den Maispreisen auch der Weizen. In den USA zogen die Preise am Montag auf umgerechnet 176 Euro/t an. Damit haben sich die Weizenpreise etwas von ihren letzten Tiefpunkt erholt, jedoch lange nicht so kräftig wieder der Mais. Nach wie vor erwarten viele Analysten einen weiteren Rückgang der Weizenpreise.
 
In Europa an der MATIF haben die Weizenpreise am Montag ebenfalls zugelegt, bleiben aber unterhalb der Marke von 185 Euro/t und dürften mit der heutigen Schwäche in den USA erneut nachgeben. Im deutschen Großhandel (Hamburg) koste Brotweizen gestern 189 Euro und Futterweizen 181 Euro. In Frankreich (Rouen) lagen die Brotweizenpreise bei 182 Euro.  
 
Vergangene Woche hat das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA neue Eckdaten zu den Märkten für Getreide und Ölsaaten geliefert. Dabei gab es durchaus einige Überraschungen. Wir haben uns mit Dr. Olaf Zinke darüber unterhalten.
 
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