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Marktkompass: Weizenpreise bleiben hoch

© Mühlhausen/landpixel
von , am
27.11.2012

Im dlv Marktkompass finden Sie die aktuellen Prognosen zu den wichtigsten Marktfrüchten. Lesen Sie, wohin sich die Weizenpreise bewegen und welche Faktoren die Märkte bestimmen.

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Die Weizenpreise bewegen sich derzeit seitwärts. Dabei waren die Preisschwankungen in den letzten beiden Wochen im Vergleich zum Zeitraum davor ausgesprochen gering. Am Terminmarkt in Paris handelte man Weizen (Januar) gestern Abend mit 270 Euro je Tonne und damit ebenso teuer wie vor einer Woche.
 
In Hamburg kostete Brotweizen zur Anlieferung im November 278 Euro je Tonne und damit ebenfalls so viel wie vor acht Tagen. Gleichzeitig stützen die meisten fundamentalen Informationen den europäischen Weizenpreis. Dazu gehört auch die Erwartung an ein weiterhin sehr knappes globales Angebot. Die derzeit laufende Ernte in Australien und in Argentinien bleibt jedenfalls deutlich unter den Vorjahreswerten.

Körnermais: Tendenz seitwärts

Die europäischen Maispreise werden derzeit durch zwei grundlegende Trends gestützt. Zum einen wird die Futterindustrie angesichts der immer flotteren Weizen-Exporte dringend auf den im Vergleich zum Bedarf ebenfalls knappen Mais angewiesen ein. Zum anderen könnten sich die Prognosen für die erwarteten und den Markt entlastenden Ernten in Südamerika noch nach unten bewegen.
 
Am Terminmarkt in Paris kostete Körnermais (Januar) am Montag knapp 255 Euro je Tonne und damit ebenso viel wie vor einer Woche. Am Großmarkt in Mannheim wurde Mais gestern unverändert für 253 bis 256 Euro je Tonne gehandelt und fob-Oberrhein lagen die Preisangebote mit 250 bis 251 Euro je Tonne jedoch höher als vor einer Woche.

Gerste: Tendenz seitwärts

Rund zwei Drittel der Gerste wurden nach Schätzungen von Händlern in Deutschland bereits vermarktet. Gleichwohl wird die verbleibende Gerste für die Futtermittelindustrie - angesichts der sehr knappen Weizenbilanz - in den nächsten Wochen immer wichtiger. Derzeit ist der Preisabstand zum Futterweizen vielen Landwirten jedoch noch zu groß und man lässt die noch nicht verkaufte Ware in Erwartung weiter steigender Preise lieber noch liegen. Diese Strategie könnte angesichts der sehr engen Gesamtbilanz durchaus aufgehen.
 
Futtergerste zur Anlieferung im November kostete am Großmarkt in Hamburg am Montag 246 Euro je Tonne und damit ebenso viel wie in der Woche zuvor. Zu gleichen Zeit wurde Futterweizen in Hamburg mit 270 Euro je Tonne gehandelt, wes ebenfalls dem Preis der Vorwoche entspricht.
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