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Aus der Wirtschaft

Marktreport: Futtermittelpreise auf Tiefstand

von , am
30.01.2014

Tierhalter können momentan ein wenig aufatmen. Die Preise für einige Futtermittel sind Anfang 2014 deutlich niedriger als vor 12 Monaten. Der Marktexperte Olaf Zinke erklärt die Ursachen.

Aktuell sind die Futterkosten deutlich niedriger als vor einem Jahr. Nach aktuellen Daten der EU-Kommission kostete eine Beispielration in der Schweinemast rund 20 Prozent weniger als vor einem Jahr, in der spezialisierten Rindermast beträgt der Preisrückgang 22 Prozent und bei Geflügel etwa 15 Prozent. "Hinter den Preisveränderungen steht natürlich die aktuelle Preisentwicklung bei den einzelnen Futter-Komponenten wie etwa den Futtergetreidearten und Eiweißfutter", erklärt dlv-Marktexperte Olaf Zinke im aktuellen Marktreport.
 

Körnermais 30 Prozent billiger

Mit der Ernte 2013 und den fallenden Getreidepreisen gaben die Futterpreise erstmals deutlich nach. Im Dezember 2013 kostete der Futterweizen im Mittel der EU rund 25 Prozent weniger als im Vorjahr, die Preise für Futtergerste waren sogar 27 Prozent niedriger. Körnermais war zu diesem Zeitpunkt am EU-Binnenmarkt rund 30 Prozent billiger und die Preise für importierten Mais lagen sogar 37 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.
 

Wenig Nachlass bei Eiweißfutter

Die Preise für importiertes Eiweißfutter sind bis Ende 2013 dagegen nur moderat zurückgegangenen. Erst im Frühjahr, mit der erwarteten Rekordernte in Südamerika ist hier mit einer weiteren spürbaren Preiskorrektur zu rechnen, schätzt der Marktexperte. Im Ergebnis kostete dass am Hafen von Rotterdam verladene Sojaschrot (44 %) aus Argentinien im Dezember 2013 gerade einmal 5 Prozent weniger als 12 Monate zuvor.
 

Marktreport: Günstiger Mais verdrängt Weizen im Tierfutter

 
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