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Marktreport: Was kostet die neue Ernte?

von , am
22.05.2014

Vor vier Wochen gab es den ersten Ausblick auf die erwarteten Getreidepreise zur neuen Ernte. Mittlerweile haben sich die Einschätzungen und Prognosen zu Angebot und Nachfrage jedoch verändert.


Die Folge sind zum Teil deutliche Korrekturen bei den Preisen. Beim Weizen führten die veränderten Einschätzungen des Marktes zu den globalen Versorgungsbilanzen und zu den Wettbewerbsverhältnissen an den Exportmärkten zu einer deutlichen Preiskorrektur. Dabei wurde die Risikoprämie, die den Weizen wegen einer zunächst knapper erwarteten Versorgung am Weltmarkt (und in den USA) nach oben getrieben hatte, wieder abgezogen.
 
In Europa fielen die Weizenpreise in den letzten zwei Wochen deutlich und rutschten am Terminmarkt unter die technisch und psychologisch wichtige Marke von 200 Euro/t. Die Weizenpreise für die neue Ernte lagen am Terminmarkt in Paris Ende am 20. Mai bei knapp 200 Euro/t und damit fünf Euro niedriger als vor vier Wochen. Am Großmarkt in Hamburg kostete Brotweizen der alten Ernte zum gleichen Zeitpunkt 202 Euro/t und die neue Ernte (September) wurde mit 203 Euro/t und damit einen Euro teurer gehandelt. Damit sind die Preise für den Weizen der alten Ernte seit Mitte April um zwölf Euro und für die neuen Ernte um vier Euro zurückgegangen.

Auch Rapspreise gefallen

Nicht viel besser als Getreide haben die Rapspreise den Preisdruck der letzten Wochen an den Märkten überstanden. Dabei gab es weiter sehr kräftige Preisausschläge in beide Richtungen. Außerdem werden die Rapspreise in erheblichem Umfang von der Entwicklung am Sojamarkt beeinflusst. Die neue Raps-Ernte kostet derzeit am Terminmarkt knapp 360 Euro/t und damit fünf Euro weniger als vor vier Wochen.
 
Gleichzeitig sind Preise für die alte Ernte um rund 15 Euro gefallen. Am Großmarkt in Hamburg kostete die alte Ernte zuletzt rund 388 Euro und die neue Ernte (August) wurde mit knapp 350 Euro/t gehandelt und war damit rund 35 bis 40 Euro billiger.
 
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