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Marktreport: Steigende Getreidepreise und Futterkosten

von , am
29.08.2013

Beim aktuellen Marktreport geht es um Gründe für den Anstieg der Getreide- und Ölsaatenpreise Anfang der Woche. Ein weiterer Punkt ist die Entwicklung der Futterkosten in der Tierproduktion.


Diese Woche haben die Preise für Weizen, Mais und Raps in Europa am Terminmarkt - aber auch an den Kassamärkten kräftig zugelegt. Am europäischen Terminmarkt haben die Weizenpreise erstmals seit Juli wieder die Marke von 190 Euro überwunden und liegen damit rund zehn Euro höher als zum letzten Tiefpunkt Anfang August. Mais der neuen Ernte hat sich im Terminhandel um zwölf Euro auf 177 Euro verteuert und die Rapspreise stiegen sogar um 33 Euro auf 389 Euro. An den europäischen Kassamärkten wurde dieser Preisanstieg zumindest teilweise nachvollzogen.
 
Ausgegangen ist die aktuelle Preiserholung von den USA. Dort legten die Preise in der zweiten Augusthälfte ebenfalls kräftig zu. Die Sojapreise stiegen sogar auf den höchsten Stand seit Herbst 2012. In den USA haben ungünstige Witterungsverhältnisse in den Hauptanbaugebieten die jüngste Preisrallye ausgelöst. In dieser Woche könnte sich das Problem mit der angekündigten Hitzewelle noch verschärfen und den Zustand der Mais- und vor allem der Sojapflanzen weiter verschlechtern. Wie es mit den Preisen bei Getreide und Ölsaaten weitergeht, hängt damit sehr stark von der weiteren Entwicklung des Wetters in den USA ab. Sollte es dort in nächster Zeit nicht ausreichend regnen, werden die Preise wohl weiter steigen. Fällt jedoch mehr Regen als erwartet, gehen die Preise auf Talfahrt.

Futterkosten nur moderat zurückgegangen

Den zweiten Schwerpunkt bildet im aktuellen Marktreport die Entwicklung der Futterkosten. Die Kehrseite der höheren Getreide- und vor allem Sojapreise sind die wieder steigenden Futterkosten. Nach Informationen der EU-Kommission sind die Futterkosten im ersten Halbjahr 2013 nur moderat zurückgegangen und stiegen vor allem mit den höheren Preisen für Soja wieder kräftig an. In Hamburg kostete Sojaschrot frei LKW diese Woche wieder 460 Euro pro Tonne, nachdem die Preise in der ersten Jahreshälfte schon unter 390 Euro gefallen waren. Damit müssen im September fast wieder die sehr hohen Preise aus dem Vorjahr (470 Euro) gezahlt werden.
Gleichzeitig erwartet der Markt erst im nächsten Frühjahr mit der Ernte in Südamerika einen deutlichen Rückgang der Preise unter 400 Euro. Damit bleibt die wirtschaftliche Situation der Tierhalter weiter sehr angespannt.
 
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