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Marktüberblick: Neue Weizenernte kostet 182,75 Euro

von , am
27.04.2015

Momentan sprechen viele Faktoren gegen eine Erholung des Weizenpreises. Hohe Ernteschätzungen üben nun nochmals Druck aus. Hoffnung liegt in einem weiterhin sehr hohen Weizenverbrauch.

Der Euro-Dollar-Wechselkurs lässt den Weizen um zwei Euro steigen. © Mühlhausen/landpixel
Relativ hohe Ernteschätzungen, Anbauausweitungen in wichtigen Exportländern und nicht zuletzt Regenfälle in den USA, in Europa und in Russland drücken auf die Weizenpreise. Zudem blieb der Internationale Getreiderat mit seiner Ernteschätzung deutlich über der Marke von 700 Millionen Tonnen. Dabei übersteigt der erwartete globale Weizen-Verbrauch die Produktion, was die Preise mittelfristig eigentlich stützen müsste. Allerdings schätzt der IGC nach Meinung anderer Analysten die Weizenernte in den Schwarzmeerländern als zu klein ein. Sollte es hier noch zu Korrekturen nach oben kommen, könnten auch die Weizenpreise noch einmal unter Druck geraten, denn vor allem aus Russland wäre dann mit mehr Weizenexporten zu rechnen als jetzt geschätzt wurde. 

Weizenpreise geben weiter nach

Am Montag Vormittag geben die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt weiter nach. Die Kurse liegen ein Euro im Minus bei 182,0 Euro/t. Die neue Ernte (September) wird am Montag Vormittag ebenfalls mit 182 Euro gehandelt und damit 0,75 Euro niedriger als am Vortag. Am Freitag hatten die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt deutlich nachgegebenen. Der Maikontrakt für den Matif-Weizen ging am Freitag mit 183 Euro/t aus dem Handel. Gegenüber der Vorwoche (182,75 Euro) haben sich die Weizenpreise an der Matif jedoch kaum verändert. Die neue Ernte (September) notiert am Freitag bei 182,75 Euro und damit sogar 2,75 Euro niedriger als am Vortag und damit 1,25 Euro weniger als vor einer Woche.

Exportpreise liegen 25 Prozent unter dem Vorjahr

Ende April schätzt der Internationale Getreiderat (IGC) die kommende globale Weizenernte etwas kleiner ein als bei der vorigen Prognose im März, bleibt jedoch weiterhin deutlich über Marke von 700 Millionen Tonnen. Ursache für die Korrektur der globalen Erntemenge sind die etwas nach unten korrigierten Ernteerwartungen für die nächste Weizenernte in Indien und China sowie in Argentinien. Für die Europäer ging es mit der Ernte-Schätzung hingegen nach oben, jedoch bleibt der IGC noch unter den Prognosen der EU-Kommission oder von Strategie Grains. Den europäischen Export erwartet der IGC fast auf dem rekordhohen Niveau des aktuellen Wirtschaftsjahres. Die Weizenpreise (Exportpreise) haben nach den Daten des IGC in den letzten vier Wochen um 7 Prozent nachgegeben und  sind zudem knapp 25 Prozent niedriger als vor einem Jahr.
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